Teil eines Werkes 
151. Bändchen = Neue Folge, 1. Bändchen, Das schöne Mädchen von Perth : 1. Theil (1830) The fair maid of Perth
Entstehung
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89 Fackeln in verſchiedenen Richtungen, und ließen ihr Geſchrei in den angrenzenden Straßen erſchallen.

Indeſſen ſuchte Heinrichs Gefangener ſeine Freiheik wieder zu erlangen, und wandte hiezu abwechſelnd Bit⸗ ten, Verſprechungen und Drohungen an.

Wenn Ihr ein Edelmann ſeyd, ſagte er zu Hein⸗ rich,ſo laßt mich los, und es ſoll Euch verziehen ſeyn, was Ihr gethan habt..

Ich bin kein Edelmann, ſondern Heinrich der Schmied, Bürger von Perth; auch habe ich nichts gethan, das der Verzeihung bedürfte.

Schurke! du weißt nicht, was du gethan haſt! aber laß mich los, und ich will dir deine Mütze mit Goldſtücken vollzählen.

Die deinige will ich im Augenblick mit einem ge⸗ ſpalteten Kopfe füllen, wenn du eine einzige Bewe⸗ gung machſt, zu entkommen.«

Was giebt es denn, mein Sohn Heinrich?« fragte Simon, der in dieſem Augenblicke am Fenſter erſchien? ich habe deine Stimme gehört, aber aus einem an⸗ deren Tone als ich erwartete. Warum ſind denn die Nachbarn alle verſammelt?

Weil eine Rotte Schurken das Fenſter hier erſtei⸗ gen wollte, Vater Simon. Aber wahrſcheinlich werde ich Einem von ihnen zu Gevatter ſtehen, den ich hier feſthalte, wie eine Zange.

Hört mich, Simon Glover!« ſagte der Gefangene, ich habe mit Euch ein Wort im Beſondern zu reden. Befreit mich aus den Händen dieſes Kerls mit bleier⸗ nem Kopf und eiſerner Fauſt, und ich will Euch be⸗ weiſen, daß man weder Euch, noch Einem der Euri⸗ gen ein Leid zufügen wollte. Ueberdieß ich will Euch noch etwas anderes ſagen, was für Euch nicht ohne Nutzen ſeyn wird.«.

Ich glaube dieſe Stimme zu kennen,« ſagte Simon, der in dieſem Augenblicke mit einer Blendlaterne in