12²3
ger ganz behalten willſt, ſo ſage mir ſogleich, wo zum Teu⸗ fel Du meine Garderobe geſtohlen haſt?“
Bryce Snailsfoot wiederholte noch einmal den Aus⸗ ruf:„geſtohlen! nun, der Himmel ſey uns gnaͤdig!“ warf aber zugleich, da er wußte, daß der Capitain mit der Aus⸗ fuͤhrung ſeiner Entſchluſſe nicht zu zogern pflege, einen aͤngſtlichen Blick nach der Stadt, um zu ſehen, ob die traͤge Huͤlfe der boͤegerlichen Macht nicht zu ſeinem Beiſtande herankaͤm⸗.
„Ich fordere auf der Stelle Antwort,“ ſagte der Ca⸗ pzeain, mit erhobener Waffe: noder ich ſchlage Dich win⸗ delweich, und werfe alle Deine Lumpen hier auf die Erde.“
Meiſter John Bunce, der die Sache als einen herrli⸗ chen Spaß betrachtete, und dem ſie deswegen gerade Ver⸗ gnuͤgen machte, weil ſie Cleveland ſehr in Zorn brachte, ergriff des Capitains Arm, und nahm, ohne gerade ihn am Ende an der Ausfuͤhrung ſeiner Drohung hindern zu wol⸗ len, an dem Handel nur etwa ſo viel Antheil, als noͤthig war, eine ſo anziehende Eroͤrterung noch einige Zeit zu verlaͤngern.
„Laß doch den ehrlichen Mann reden, Kamerad,“ ſagte er:„er hat ſo ein ſchoͤnes ſpitzbuͤbiſches Geſicht, als je auf niedertraͤchtigen Schultern ſtand, und was er da ſagt, ſind gerade die aͤchten Rednerblumen, bei denen man das Tuch ganz vortrefflich um einen Zoll zu kurz meſſen kann. Sodann muͤßt Ihr auch bedenken, daß Ihr Beide von ei⸗ nem Gewerbe ſeyd— er miht mit der Elle, Ihr mit dem Schwert, und ſo wollen wir ihn wenigſtens nicht eher in Stuͤcke hauen, als bis er gehoͤrig Raum und Zeit gehabt hat, ſich mit uns zu meſſen.“


