91 Uebrigen angeſehen wurde:„aber ich bitte Euch, fragt ihn doch, was er mit meinem Horn voll Geld gethan hat?“
Der Zwerg, der die Frage hoͤrte, warf ſeinen Kopf zuruͤck, ſperrte ſeinen ungeheuern Rachen auf, und deutete mit dem Finger dahin.
„Ja, wenn er es da hinunter geſchlungen hat, dann iſt nichts mehr zu ſagen,“ erwiederte der Verwalter:„ich wuͤnſche nur, daß es ihm ſo bekommen mag, wie einer Kuh naſſer Klee. Er iſt in Frau Norna's Dienſten; nun, wie die Herrin, ſo der Diener! Aber wenn Diebſtahl und Hexerei hier zu Lande nicht beſtraft werden, ſo mag ſich Mylord nur einen andern Verwalter ſuchen, denn ich bin gewohnt, in einem Lande zu leben, wo des Menſchen welt⸗ liche Habe gegen einheimiſche und fremde Diebe geſchuͤtzt wird, ſo wie ſeine unſterbliche Seele vor den Klauen des Teufels und ſeiner Sippſchaft— Gott ſey uns gnaͤdig!“
Der Landwirth war vielleicht mit ſeinen Klagen um ſo weniger zuruͤckhaltend, da der Udaller, welcher Claudius Halcro bei Seite genommen und in eine andere Ecke der Huͤtte gefuͤhrt hatte, ihn nicht hoͤren konnte.
„Aber ſage mir, Freund Halcro,“ ſprach er dort zu ihm,„was hatteſt Du denn auf Fitful⸗Head zu thun, denn ich kann doch unmoͤglich glauben, daß das bloße Ver⸗ gnuͤgen, mit der Breutgans dahln zu ſegeln, Dich dazu vermocht hat?“.
Nun, Vogt, ſagte der Barde: wenn Ihr denn durch⸗ aus die Wahrheit wiſſen wollt, ich ging zu Norna, um mit ihr uͤber Euere Angelegenheiten zu reden.
„Ueber meine Angelegenheiten?“ erwiederte der Udal⸗ ler;„was ſind das fuͤr welche?“


