17— ſchlen. Er blieb ſtarr und bewegungslos ſtehen, waͤhrend Norna, den Arm langſam, mit der Miene der Obergewalt und des Triumphs, emporhebend, von ihm hinwegglitt, ſich um eine Ecke der Truͤmmer wandte und bald ver⸗ ſchwunden war
Mertoun machte keine Bewegung, ihr zu folgen, oder ihr nachzublicken.„Vergebens ſuchen wir dem Schickſale zu entgehen!“ ſagte er, als er ſich wieder zu erholen be⸗ gann, drehte ſich um, und kehrte den oͤden Truͤmmern und dem Kirchhofe den Ruͤcken. Als er von der letzten Stelle aus, von der man die Kirche noch ſehen konate, zuruͤck⸗ blickte, ſah er Norna's Geſtalt, in ihren Mantel gehuͤllt, auf der oberſten Spitze des verfallenen Thurmes ſtehen, und weit in die Luft etwas hinausſtrecken, das einem wei⸗ ben Wimpel, oder einer Flagtze ic. Ein Gefuhl des Schreckens, dem aͤhnlich, das ihre letzten Worte in ihm erregt hatten, durchzuͤckte abermals ſeinen Buſen, und er ellte mit ungewohnter Haſt hinweg, bis die Sankt Nintan's Kirche, mit ihrer Sandbucht, weit hinter ihm lag.
Als er in Jarlsbof ankam, waren ſeine Geſichtszuͤge ſo veraͤndert, daß Swertha ſchon beſorgte, es moͤge wieder einer der Anfaͤlle jener duͤſtern Schwermuth bevorſtehen, welche ſie ſeine finſtere Stunde nannte.
„Nun,“ dachte Swertha bei ſich:„was war aber auch Anderes zu erwarten, wenn er Norna von Fitful⸗Head aufſuchen gehen mußte, als ſie gerade in der Geſpenſter⸗ kirche von Sankt Ninian war?“.
Ohne indeſſen andere Anzeichen eines verwirrten Ver⸗ ſtandes blicken zu laſſen, als das einer tiefen, finſtern Nie⸗ dergeſchlagenbeit, machte ihr Herr ſie mit ſeiner Abſicht, nach Kirkwall zu gehen, bekannt— eine Sache, die mit
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