hof trat, und dadurch Norna auf ſeine Gegenwart auſ⸗ merkſam machte. Ohne indeß zu ſtutzen, oder das geringſte Erſtaunen uͤber ſeine Erſcheinung an einem ſo einſamen Orte zu bezeigen, ſagte ſie, in einem Tone, welcher anzu⸗ deuten ſchien, daß er nicht unerwartet komme:„ſo habt Ihr mich alſo endlich doch aufgeſucht?“
„und gefunden,“ antwortete Mertoun, welchem es als die beſte Weiſe, ſeine Nachforſchungen einzuleiten, er⸗ ſchien, wenn er einen Ton annaͤhme, der zu dem ihrigen ſtimmte.
„Ja!“ antwortete ſie:„Ihr habt mich gefunden, und zwar an dem Orte, wohin wir Alle kommen muͤſſen— un⸗ ter den Wohnungen der Todten.“
„Allerdings muͤſſen wir Alle endlich hieher kommen,“ — erwiederte Mertoun, indem er einen Blick uͤber die einſame Staͤtte hinwarf, wo theils ſtehende, halb in Sand vergrabene, theils liegende Leichenſteine, von denen der Wind den Boden, auf dem ſie, mit Inſchriften bedeckt und mit den Zeichen der Sterblichkeit verziert, ruhten, hinweg⸗ geweht hatte, die am meiſten in's Auge fallenden Gegen⸗ ſtaͤnde bildeten:—„hier, in der Wohnung des Todes, muͤſſen wir endlich Alle zuſammenkommen, und gluͤcklich ſind die, welche den Hafen der Ruhe, am fruͤhſten er⸗ reichen.“
„Wer ſich nach dieſem Hafen ſehnen darf,“ ſagte Norna:„muß auf der Reiſe des Lebens ſtreng ſeinen Weg verfolgt haben. Ich darf einen ſo ruhigen Zufluchts⸗ ort für mich nicht hoffen! Aber Du, darfſt Du ihn er⸗ warten? und hat der Weg, den Du gewandelt, ihn ver⸗ dient?“
„Das hat mit meinem jetzigen Zwecke nichts gemein,“


