Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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136 was Gutes? antwortete Herr Mertoun:ſo viel wenig⸗ ſtens Gutes an den Thorheiten ſeyn kann, womit er ſeine Zeit verbringt? Dieſe Worte ſprach er mehr in einem veraͤchtlichen

als zornigen Tone, und Swertha, die jetzt ſchon in das

Geſpraͤch gekommen war, beſchloß, es nicht fallen zu laſſen, um ſo mehr, da das Feuer ihres Gegners ſchwaͤcher zu werden ſchien.

Ja, allerdings bin ich eine alte Naͤrrin; aber wenn nun Junker Mordaunt in dem Ruſt umgekommen vaͤre, wie das Boot, das bei dem ungluͤcklichen Windſtoß am vorigen Morgen untergegangen iſt zum Gluͤck war der Windſtoß eben ſo kurz, als er heftig war, ſonſt waͤre kein Menſch davon gekommen oder wenn er in einem See ertrunken waͤre, als er zu Fuß nach Hauſe gegangen, oder von einem Abhange, wo ſein Fuß ausgeglitten, herabge⸗ ſtuͤrzt die ganze Inſel wußte, wie wagehalſig er war wer waͤre dann die alte Naͤrrin geweſen?.. Und nun fuͤgte ſie den eindringlichen Ausruf hinzu:Bott beſchuͤtze das arme, mutterloſe Kind; denn haͤtte er eine Mutter, ſo wuͤrde man laͤngſt nach ihm geſucht haben!

Dieſer letzte Trumpf gieng Mertoun an die Seele; ſeine Zaͤhne ſchlugen zuſammen, er erbleichte und rief Swertha halb laut zu, in ſein Studterzimmer zu gehen, das ſie faſt nie betre⸗ ten durfte, und ihm eine Flaſche zu holen, welche dort ſtand.

Aha! ſagte Swertha zu ſich ſelbſt, waͤhrend ſie den Auf trag ausfuͤhren wollte:mein Herr weiß ſehr wohl, wo der Be⸗ cher des Troſtes iſt, mit dem er das Waſſer zu ſeinergeit miſcht.