Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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nun ſchon acht Tage von Burgh⸗Weſtra weg ſey, und von dem niemand wiſſe, wohin er gegangen, oder was aus ihm geworden. Es ſey kein Kind auf dem Hof, das nicht um ihn weinte, denn er ſchnitzte ihnen mit dem Meſſer ihre Boote, und es würde im ganzen Kirchſpiel kein trockenes Auge geben, wenn ihm irgend etwas zugeſtoßen ſeyn ſollte nein, keines es muͤßte denn Seiner Gnaden eigenes ſeyn.

Mertoun war von der unwberſchämten Gelaͤufigkeit der Zunge ſeiner aufrühreriſchen Haushälterin ſchon ſehr über⸗ raſcht, und Anfangs ſogar zum Stillſchweigen gebracht wor⸗ den; bei dem letzten Trumpf aber befahl er ihr, mit ſehr vernehmlicher Stimme zu ſchweigen, und begleitete dieſen Be⸗ fehl mit einem der furchtbarſten Blicke, welche ſeine dunkeln Augen ſchießen konnten. Allein Swertha, die, wie ſie nach⸗ her dem Ranzelmann erzählte, ſich während des ganzen Auf⸗ tritts, wie durch ein Wunder begeiſtert fuͤhlte, ließ ſich von der lauten Stimme und dem gewaltigen Blicke ihres Herrn nicht ſchrecken, ſondern fuhr in demſelben Tone, wie vorher, fort.

Seiner Gnaden, ſagte ſie,habe ſo viel Weſens ge⸗ macht, als die armen Leute aus dem Orte einige wenige Kiſten und Lumpen, die doch niemand gebraucht, an dem ufer aufgefangen hätten, und nun wäre der wackerſte Bur⸗ ſche im Lande verloren, und man möchte ſagen, vor ſeinen Augen daraufgegangen, und kein Menſch frage einmal dar⸗ nach, was aus ihm geworden wäre.

Was wird aus ihm geworden ſeyn, alte Närrin, als