Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Hier unterbrach indeß Swertha den Ranzelmann, ihn zu erinnern, daß er vun nach dem Hafen dinunter gehen muͤſſe, die Fiſcherboote auslaufen zu laſſen;denn, ſagte ſie,mein Herz blutet mir um den waceern Jun⸗ gen, und ich fuͤrchte, er iſt ſchon verloren, ehe Ihr in See geht; und dann ſo mag, wie ich Euch oft geſagt habe, meis Herr wohl lenken, aber fahren mag er nicht, und wenn Ihr nicht thut, was er befiehlt, und in See geht, ſo kriegt Ihr nicht einen Pfennig Schifferlohn

Nun, nun, gute Frau. ſagte der Ranzelmann, wir wollen ſo ſchnell auslaufen als wir koͤnnen, und zum guten Gluͤck iſt weder Clau ons noch Peter Groat's Boot bieſen Morgen auf das Meer hinaus; denn als ſie an Bord giengen, lief thnen eln Kaninchen gneer uͤber den Weg, und da kamen ſie denn, wie kluge Leute, zuruck, weil ſie wohl wußten, daß ſie dann heute noch andere Aebeit kriegen wuͤrden. Und es iſt wirklich beſonders, Swertha, wie wenig wahrhaft geſcheute Lente es noch im Lande giebt. Da iſt nun unſer großer Udaller, der iſt ganz tuͤchtig wenn er nuͤchtern iſt, aber er macht zu viele Reiſen in ſeinem Schiffe und ſeiner Zoͤlle, um lange ſo bleiben zu koͤnnen, und jetzt, ſagen ſie, ſoll es mit ſeiner Tochter Minna da oben auch nicht ſo ganz richtig ſeyn. Da iſt Norna, ſie weiß freilich viel mehr als andere Leute, aber eine eigentlich kluge Frau kann man ſie doch nicht nennen. Nun, unſer Tacksmann, Meiſter Mertoun, ſein Verſtand hat auch im Bugſpriet'nen Riß gekriegt, ſein Sohn iſt ein toller Laffe; und außerdem kenne ich doch wenig Leute vyn Bedeutung hier verſteht ſich, mich ſelbſt und etwa Euch, Swertha, ausgenommen die men nicht auf eine oder die andere Art Narren ſchelten moͤchte.

Das kann wohl ſeyn, Niel Ronaldſon, ſagte die alte Frau,aber wenn Ihr nun nicht nach dem Ufer ellt⸗ ſo verſaͤumt Ihr die Fluth, und, wie ich noch zu meinem Herrn kurz vorher ſagte, wer iſt dann der groͤßte Narr?