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digen zu thun hat. Leute ihrer Art lieben es nicht, daß Andere ihnen auf die Finger ſehen, wenn ſie— Gott ſey bei uns!— ihr Weſen treiben.“
Mertoun antwortete nicht, ſondern warf ſeinen Man⸗ tel leicht um(es war ein nebliger Tag, mit einzelnen Re⸗ genſchauern dazwiſchen) verließ das verfallene Haus von Jarlshof, und ging nun, ungleich ſchnelleren Schrittes, als er ſonſt zu thun gewohnt war, nach der verfallenen Kirche hin, welche, wie er wohl wußte, drei oder vier(engl.) Meilen von ſeiner Wohnung lag.
Der Ranzelnkann und Swertha ſahen ihm ſchweigend nach, bis er ihnen aus dem Geſichte war, blickten dann ein⸗ ander bedenklich an, ſchuͤttelten ihre weiſen Häupter voll ernſter Ahnung, und ſprachen dann bedaͤchtig zu einander.
„CThoren ſind immer flink auf den Füßen,“ ſagte Swertha.
„Beherte Leute laufen ſchnell,“ fuͤgte der Nanzelmann hinzu:„und dem, wozu wir geboren ſind, können wir ein⸗ mal nicht entzehen. Ich habe Leute gekannt, die Behexte aufzuhalten verſucht haben. Ihr werdet auch von Helene Emberſon von Camſey gehört haben, wie ſie alle Loͤcher und Fenſter im Hauſe zuſtopfte, damit ihr Mann nicht das Tageslicht erblicken und hinaus auf's Fiſchen gehen moͤchte, weil ſie ungeſtümes Wetter beſorgte, und wie das Boot, worin er fahren ſollte, im Ruſt verloren ging, und wie ſie nach Haus kam, und ſich freute, daß ihr Mann doch geborgen ſey— wie aber das alles nichts half und ſie ihn im Meiſchbottich, in ſeiner eigenen Hütte, ertrunken fand, und noch mehr.


