Teil eines Werkes 
112. Band, Der Pirat : 3. Theil (1828) The pirate
Entstehung
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Sie? ſagte Claudius Halcro:was meinſt Du denn damit? Die Grablichter? Nein, die kamen nicht bey mir voruͤber; aber ich glaube wahrhaftig, ſie ſind bei Dir voruͤbergekommen, und haben Dir etwas angethan, denn Du ſiehſt bleich aus, wie ein Geſpenſt. Komm, Min⸗ na, komm, fuͤgte er hinzu, indem er eine Seitenthuͤr des Wohnhauſes oͤffnete:ſolche mitternaͤchtliche Spazier⸗ gaͤnge ſchicken ſich beſſer fur alte Dichter, als fuͤr junge Maͤdchen und noch dazu, wenn ſie ſo leicht gekleidet ſind, als Du! Maͤdchen, Du ſollteſt Dich ja vor dem Winde einer ſhetlaͤndiſchen Nacht bewahren, denn er bringt auf ſeinen Fittigen mehr Schlacken, als ſuͤße Duͤfte. Und nun, Maͤdchen, geh hinein; denn wie der herrliche John ſagt, oder vielmehr, wie er nicht ſagt denn ich erin⸗ nere mich nicht ſo ganz deutlich mehr, wie ſeine Verſe lau⸗ ten aber wie ich ſelbſt in einem ganz artigen Gedichte geſagt habe, das ich ſchrieb, als meine Muſe noch in ih⸗ rer Jugendzeit war:

Jungfrau nie vom Lager ſteigt, Eh der Tagesſtrahl ſich zeigt; Auaenlied ſich nicht erſchließt⸗ Bis die Sonn die Roſe küßt; Mädchenfuß man nie erblickt In den Thauglanz eingedrückt, Bis die Blumenflur bereit⸗ Teppich für die Schönheit beut.

Halt, was kommt nun? Laß ſehen.

Wenn der Geiſt des Herſagens ſich Claudius Halcro's bemaͤchtigte, ſo vergaß er Zelt und Ort, und wuͤrde ſeine Begletterin jetzt vielleicht eine halbe Stunde in der freien