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ſuchte; allein, ſobald ſie dieß verſuchte, brummte die Schlaͤ⸗ ferin unwillig, wie ein im Schlafe geſtoͤrtes Kind: ein Zei⸗ chen, daß das Beharren bei dem Verſuche ſie nur vollends erwecken wuͤrde.
Zu ihrem großen Verdruſſe mußte alſo Minna ſtill bleiben und ſchweigen. Ihr Geliebter aber, als ob er durch eine andere Melodie ſich leichter Gehoͤr zu verſchaffen glaub⸗ te, ſang nun folgendes Bruchſtuͤck eines ſeemaͤnniſchen Lie⸗
des: 1 Leb wohl, der letzte ſanfte Ton, Der dieſer Stimm' entklang— war Dein! Der nächſte gilt dem Meere ſchon, Und ſtimmt in den des Schiffvolks ein. Der Laut, der auf der Livppe weilt', Wenn Deine Stirn ein Wölkchen trübt', Tönt weit hinaus, vom Sturm umheult⸗ Und raſch Gevot dem Segel giebt. Das Aug'— nur furchtſam ſah's empor— Die Hand, die in der Deinen bebt': Es richtet nun das Feuerrohr, Und drohend ſie den Säbet hebt. Was ich gewünſcht, geyofft, geliebt⸗ Ihm Lebewohl! mich ruft die Pflicht! Was Theures mir das Leben giebte⸗ Fahr’ hin!— Nur die Erinn'rung nicht!
Er verſtummte jetzt abermals, und abermals machte die, an welche die Serenade gerichtet war, einen Verſuch, aufzuſtehen, ohne ihre Schweſter zu erwecken. Allein dieß war unmoͤglich, und es blieb ihr nur der quaͤlende Gedanke uͤbrig, daß Cleveland jetzt in ſeinem Schmerz, ohne nur einen einzigen Blick, ein einziges freundliches Wort von ihr zu erhalten, Abſchied nehmen muͤßte. Er, der eine ſo


