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rem Auge emyorſtieg, und ihre Wange herabrieſelte, ſobald
ſie zu ſchwer ward, als daß ihre langen ſeidenen Augen⸗ lieder ſie zu tragen vermocht haͤtten. Waͤhrend ſie ſo lag in die truͤben Gedanken verſunken, welche dieſe Thraͤnen fließen machten, glaubte ſie, zu ihrem Erſtaunen, Muſik zu
vernehmen. Sie glaubte Anfangs, es ſey ein Schwank
Claudius Halcro's, deſſen phantaſtiſche Lauve ſich zuweilen in ſolche Abenſtuͤndchen ergoß: allein es war nicht die Gue des alten Barden, ſondern eine Guitarre, ein Inſtrument, das niemand auf der Inſel zu ſpielen verſtand, als Cleve⸗ land, der, bei ſeinem Verkehr mit den ſuͤdamerikaniſchen Spaniern, es ganz vorzüglich zu behandeln gelernt hatte. Vielleicht hatte er auch in jenen Klimaten das Lied gelernt, das, wenn er es gleich jetzt unter dem Fenſter eines Maͤd⸗ chens von Thule ſang, doch gewiß nie fuͤr eine Bewohne⸗ rin eines ſo nordlichen und ſtrengen Klima's gedichtet wor⸗ den war, da es von Erzeugniſſen der Erde und des Him⸗ mels ſang, die dort voͤllig unbekannt ſind:.
I. Liebe wacht in Thränen, Schlummer ſtillt das Sehnen, Das der Schönheit Buſen fülltt Töne ſich erheben, Sie mit Traum umweben, Wie der Schönheit Ruhe, mild. . 2.
Durch die Palmenhallen„ Wohlgerüche wallen;. Glühwurm ſt eift der Dämm'rung Rand:, Durch des Abends Schwingen, Süße Düfte dringen, 5 Von dem Blumenvbeet entſandt.
3. Wache


