dete.
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Minna traͤumte, daß ſie an einer der einſamſten Ufer⸗ gegenden, Swartaſter genannt, ſich befaͤnde, wo das unauf⸗ hoͤrliche Anſchlagen der Wogen, welche einen Kalkfelcen aushoͤhlten, einen tiefen Halier gebildet hatten, das heißt, nach der Landesſprache, eine unterirditche Hoͤhle, in welche die Fluth abwechſelnd ein⸗ und ausſtroͤmt. Viele von die⸗ ſen Hoͤhlen gehen bis zu einer ungewoͤhnlichen und uner⸗ reichbaren Tiefe in den Felſen hinetn, und ſind der ſichere Zufluchtsort der Kormorans und Seekaͤlter, welche man weder mit Leichtigkeit noch Sicherheit in ihre aͤußerſten Schlupfwinkel verfolgen kann. Uater dieſen hielt man den erwaͤhnten Halier von Swartager fuͤr ganz beſonders un⸗ zugaͤnglich, und er wurde ſowohl von Jaͤgern, als von See⸗ leuten gefliſſentlich gemieden, theils wegen der ſcharfen Winkel und Windungen in der Hoͤhle ſelbſt, theils der ver⸗ ſunkenen Felſen wegen, welche es fuͤr Nachen oder Boote ſehr gefaͤhrlich machten, weit darin vorzudringen, beſonders zur Zeit einer gewoͤhnlichen Inſel⸗Fluth. Aus der dun⸗ keln Muͤndung dieſer Hoͤhle glaubre Minna, im Traume, eine Meerjungfrau hervorkommen zu ſehen, und zwar nicht in dem claſſiſchen Anzuge einer Nereide, wie bei Claudlus Halcro's Maskerade am vergangenen Abende, ſondern mit Kamm und Spiegel in der Hand, und die Wellen mit dem langen Schuppenſchwanze peitſchend, welcher, nach der Landesſage, einen ſo furchtbaren Gegenſatz gegen das ihr beigemeſſene ſchöne Geſicht, die langen Haare und den Bu⸗ ſen einer menſchlichen urd irdiſchen Weibergeſtalt von aus⸗ nehmender Schoͤnheit bildet. Sie ſchten Minna zu win⸗ ken, waͤhrend ihr wilder Geſang traurig in ihr Ohr toͤnte, und, in prophetiſchen Toͤnen, Ungluͤck und Weh verkuͤn⸗


