Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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einen Wink, daß ſolche weder gegen gewoͤhnliche noch ge⸗ gen außerordentliche Buͤrgſchaft freigegeben werden duͤrfen. Nach dieſen Worten trat ein Diener ein, und gab

Herrn Jobſon einen Brief. Kaum hatte er ihn haſtig

uͤberleſen, als er mit einem Tone, als ſey er ſehr aͤrger⸗ lich uͤber die Unterbrechung, und fuͤhle ſeine Wichtigkeit,

ausrief:Lieber Himmel! nun kann ich freilich weder an

oͤffentliche Geſchaͤſte, noch an meine eigenen denken, keine Ruhe, keine Raſt. Wenn doch ein anderer Mann meiner Art hier an meiner Stelle waͤre!

Gott behuͤte! ſagte der Friedensrichter, halb laut im Tone der Verwuͤnſchung;unſer eins hat genug an einem von der Zunft.

Ein Fall, wo es Tod und Leben gilt, edler Herr!

In Gottes Namen! nur keine Amtsgeſchaͤfte mehr, autwortete der Friedensrichter beunruhigt. 3

Nein, nein! erwiederte Herr Jobſon ſehr raſch; der alte Herr Rulledge auf Grime'shill iſt in die Ewig⸗ keit vorgeladen; er hat einen Eilboten nach dem Doktor Killdown geſchickt, um ſich verbuͤrgen zu laſſen und ei⸗ unen andern nach mir, um ſeine zeitlichen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen.

Fort mit Euch alſo, ſagte Herr Inglewood haſtig;

der wird dem Geſeze nach auch nicht auf freien Fuß ge⸗ ſtellt, und der Friedensrichter Tod nimmt den Doktor ſchwerlich als Buͤrgen an.

Und doch, ſagte Jobſon, indem er ſich zoͤgernd der

Thuͤre naͤherte,wenn meine Gegenwart hier nothwendig

waͤre, ich koͤnnte den Verhaftsbefehl in einem Augen⸗ blick ausfertigen, und der Gerichtsdiener iſt ſchon unten.

Auch habt Ihr gehoͤrt, was Herr Raſyleigh meinte. Dieß

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