Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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117 der Geſeze in Anfpruch nehme, die durch dieß große Er⸗ eignis England geſichert worden ſeyen.

Der Friedeusrichter ruͤckte auf ſeinem Seſſel hin und her, nahm eine Priſe, und ſchien in ziemlicher Verlegen⸗ heit, waͤhrend der Advokat Jobſon mit all der Beweg⸗ lichkelt, die ſeinem Gewerbe eigen, ein Statut aus dem zaten Regierungsjahr Eduard III. verlas, welches Frie⸗ densrichtern geſtattet, Beſchuldigte oder Verdaͤchtigte anzu⸗ halten und zu verhaften. Der Schurke wendete meine Zu⸗ geſtaͤndniſſe gegen mich an: da ich eigenen Angaben zufolge geſtaͤndig ſei, Ausſehen und Benehmen eines Raͤubers oder Uebelthaͤters angenommen zu haben, haͤtte ich frei⸗ willig den Verdacht auf mich genommen, uͤber den ich mich beklagte, haͤtte mich in den Bereich des Geſezes geſtellt, da ich freiwillig mein Benehmen in die Farbe und Livree der Schuld gekleidet habe.

Ich bekaͤmpfte dieſen juridiſchen Unſinn mit verachten⸗ dem Unwillen, und bemerkte:wenn es nothwendig ſey, wolle ich die Buͤrgſchaft meiner Verwandten beibringen, die man, ohne gegen das Geſetz anzuſtoßen, nicht verwei⸗ gern koͤnne.

Verzeiht mir, werther Herr, verzeiht mir, ſaste der unerſaͤttliche Schreiber,das iſt ein Fall, in dem kei⸗ ne Art Buͤrgſchaft angenommen werden kann, der Verbre⸗ cher, der wegen ſchwerer Verdachtsgruͤnde gefangen geſetzt werden ſoll, kann nicht gegen Verbuͤrgung anderer, daß er ſich ſtellen wolle, freigelaſſen werden; denn in dem Geſeze aus dem dritten Regierungsjahre Koͤnig Edwards iſt eine beſondere Ausnahme gemacht in Bezug auf die, welche be⸗ ſchuldigt ſind, eine Gewaltthat angeordnet, ausgeuͤbt oder unterſtuͤtzt zu haben; damit gab er dem Friedensrichter