115
„Verzeiht, Herr,“ ſagte ich,„ich habe die Art der Anklage noch gar nicht gehort.“
„Richtig,“ ſagte der Schreiber, der bei Miß Vernons Eintritt ſchon verzweiflungsvoll die Sache aufgegeben hatte, aber neuen Muth faßte, auf naͤhere Unterſuchung zu drin⸗ gen, da er ſich von einer Seite her unterſtuͤtzt ſah, woher er es ſicherlich nicht erwartet hatte.„Richtig, Herr, und Dalton ſagt, daß derjenige, der eines Verbrechens ange⸗ klagt iſt, von niemand nach Willkuͤr freigelaſſen werden kann, ſondern entweder ins Gefaͤngniß wandern, oder Bürgſchaft leiſten, und dem Schreiber des Friedensrichters die gewoͤhnlichen Gebuͤhren fuͤr die Ausfertigung entrichten muß.“
So gedraͤngt gab mir eudlich der Frledensrichter die gehoͤrige Erklaͤrung.
Es ſcheint, die Neckereien, die ich gegen dieſen Mor⸗ ris ausgeuͤbt, hatten einen ſtarken Eindruck auf ſeine Ein⸗ bildungskraft gemacht, denn in dieſem Zeuguiſſe waren ſie mit aller Uebertreibung eines furchtſamen und geaͤngſtigten Gemuͤths aufgefuͤhrt. Am Abend des Tags, wo ich mich von ihm trennte, war er an einer einſamen Stelle aufge⸗ halten, und um ſeinen gellebten Reiſegefaͤhrten, das Fellelſen. von zwei wohlbewaffneten berittenen und verlarvten Maͤnnern leichter gemacht worden. Einer derſelben hatte, wie er be⸗ merken wollte, viel von meiner Geſtalt und meinem Aus⸗ ſeben, und in einem leiſen Geſpraͤch, das zwiſchen den beiden Freibeutern ſtatt fand, wollte er den Namen Osbal⸗ diſtone gehoͤrt haben. Als er ſich bei einem prestyterlani⸗ ſchen Geiſtlichen, an deſſen Hauſe er nach ſeinem Unfalle anhielt, nach der Familie dieſes Namens erkundigte, er⸗
fuhr er von dieſem, daß dieſelbe aus ganz ſchlechten Leu⸗


