Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

114

Ach, die Schurken, ſie wußten wohl, daß ſie auf ein

Paar Stunden vor mir ſicher ſeyen, aber warum kommt Ihr nicht fruͤher? Euer Vetter Raſhleigh ſpeiste hier, und rannte weg, gleich einer Memme, nach der erſten Flaſche; aber Ihr habt noch nicht geſpeist, ich habe et⸗ was zartes, frauenzimmerliches, ſuͤß und lieblich, wie Ihr ſelbſt, es ſoll den Augenblick fertig ſeyn.

Ich kann nicht bleiben, Herr Friedensrichter; ich kam mit meinem Vetter, Franz Osbaldiſtone, hieher, und muß ihm den Weg zuruͤck zum Schloſſe zeigen, ſonſt verirrt er auf der Halde.

Aha! blaͤst der Wind daher? antwortete der Frie⸗ densrichter,

Sie zeigt ihm den Weg, und ſie zeigt ihm den Weg, Sie zeigt ihm zum Freien den Weg.

Alſo kein Gluͤck fuͤr alte Junggeſellen, meine ſuͤße

Knosve in der Wildniß? Ganz und gar nicht, Squire Inglewood; wenn Ihr

aber ein artiger Friedensrichter ſeyn, und des jungen Franz

Sache ſchnell abmachen wollt, daß wir wieder nach Hauſe

traben koͤnnen, ſo bringe ich koͤnftige Woche meinen Oheim

zu Tiſche mif, und wir wollen dann guter Dinge ſeyn. Das ſollt Ihr ſeyn, mein Perlchen, meiner Trenu⸗

Maͤdchen, ich beneide das junge Volk nicht um das Reiten und Laufen, wenn ſie mir nur nicht in den Weg kommen.

Aber jetzt darf ich Euch, glaube ich, nicht aufhalten? Ich bin vollkommen zufrieden mit Herrn Franz Osbaldiſto⸗

ne's Erklaͤrung hier hat ein Mißverſtaͤndniß ſtatt ge⸗

funden, das wir naͤher aufklaͤren wollen, wenn wir mebr Zeit haben.

*