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„Ich Herr, erwiederte Morris, der ſeine fuͤnf Sinne noch nicht irecht wieder beiſammen hatte,„ich klage nie⸗ mand an,— ich ſage nichts gegen den Herrn.“
„Dann legen wir Eure Klage bei Selte, Herr, das iſt alles, und wir ſinb der Sache los.— Gebt die Flaſche weiter,— Herr Osbaldiſtone, bedlent Euch ſelbſt.“
Jobſon aber wollte Morris nicht ſo leichten Kaufs aus ſeinen Klauen entkommen laſſen:„Was denkt Ihr, Herr Morris?— da iſt Eure eigene Erklaͤrung— die Dinte iſt kaum trocken,— und jetzt wollt Ihr auf eine ſo ſchmaͤhliche Weiſe widerrufen!“
„Was weiß ich,“ erwiederte dieſer in zitterndem Toue,„wie viel Spitzbuben noch im Hauſe ſind, um ihm zu helfen.— Ich habe in Johnſons Lebensbeſchreibungen der Raͤuber dergleichen geleſen. Ja, wahrhaftig— die Thuͤre oͤffnet ſich.—“
Die Thuͤre oͤffnete ſich in der That, und Diana Ver⸗ non trat herein.„Ihr haltet gute Ordnung hier, Herr Friedensrickter, kein Diener zu ſehen und zu hoͤren.“
„Ach! ſagte der Friedensrichter, und ſprang mit einer Munterkeit auf, welce bewieß, daß er weder der Themis, noch dem Komus ſo ſehr huldigte, um zu vergeſſen, was er der Schoͤnheit ſchuldig ſey,—„ich, Diang Vernon, Röslein auf der Cheviot⸗Haide, Blume an Englands Graͤnze, kommt Ihr zu ſehen, wie der alte Junggeſelle Haus hält,— Du biſt willkommen, Maͤdchen, wie die Blumen im Mai.“
„Ein ſchoͤnes, offenes, gaſtfreundliches Haus, Herr Friedensrichter, das muß man geſtehen, keine Seele da, um einen Beſuch zu empfangen.“ 4
W. Seort's Werke. C. 8


