Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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So ermahnt und bedroht begann mein ehemaliger Reiſegefaͤhrte, denn ich konnte nicht laͤnger zweifeln, daß er es war, der ſich zu ſingen geweigert hatte, mit einer Stimme gleich einem Verbrecher der auf dem Schaffot ſei⸗ nen letzten Pſalm ſingt, folgendes Jammerlied:

Ihr guten Leute, leiht mir's Ohr Ich ſing ein kläglich Lied Euch vor. Es war ein Räuber, ſtark, wte im Felde Nie einer rief: her mit dem Gelde! Mit ſeinem Fidel dum fa lidel dumt

Der Schelm, des beſten Strickes werth,

Bewaffnet mit Piſtol und Schwert,

Hat kühn ſechs Männer angefallen,

Die von dem Markt nach Hauſe wallen. Mit ſeinem Fidel u. ſ. w.

Die Männer kehren im Wi thshaus ein,

Und jeder trinkt ſein Nöſel Wein

Der kecke Räuber ich ſtuchend entgegenſtellt:

Ihr Hunde! Das Leben oder das Geld! Mit ſeinem Fidel u. ſ. w.

Es iſt die Frage, ob die ehrlichen Leute, deren Un⸗ gluͤck in dieſem pathetiſchen Lied erzaͤhlt iſt, uͤber die Er⸗ ſcheinung des kecken Raͤubers ſo erſchrocken waren, als der Saͤnger uͤber die melnige, denn muͤde des Wartens, bis mich jemand ankuͤndigen wuͤrde, und meiner ſeltſamen Lage als Zuhoͤrer uͤberdruͤßig, ſtellte ich mich der Geſellſchaft dar, gerade als mein Freund Morris, denn dieß war, wie es ſcheint, ſein Name, einen neuen Vers ſeiner Jammer⸗ ballade anſtimmen wollte. Der hohe Ton, mit dem er be⸗ sonnen hatte, erſtarb in einem Triller der Beſtuͤrzung,