Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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1⁰⁷ unglaubliche Ausdehnung und Genauigkeit Eurer Nachrich⸗ ten von allen Punkten her.

So wahr ich ein Edelmann bin, Ihr thut mir zu

viel Ehre an.

Gerechtigkeit, Raſhleigh, blos Gerechtigkeit, und auch nur dieſe erwarte ich jetzt von Euch.

Ihr ſeid eine Tyrannin, Dian⸗, antwortete er mit einer Art Seufzer,eine launenhafte Tyrannin, und regiert Eure Freunde mit eiſerner Ruthe. Doch, es ſoll ſeyn, wie Ihr wuͤnſcht. Aber Ihr ſolltet nicht hier ſeyn, Ihr wißt es, Ihr ſolltet nicht, Ihr muͤßt mit mir umkehren.

Hier wendete er ſich von Diana ab, welche unſchluͤſſig da zu ſtehen ſchien, trat auf die freundlichſte Weiſe zu mir, und ſagte:Zweifelt nicht, daß ich an Enurer Sache An⸗ theil nehme, Herr Osbaldiſtone. Wenn ich Euch gerade in dieſem Augenblick verlaſſe, ſo geſchieht es vur, um zu Eurem Vortheil zu handeln. Aber Ihr muͤßt Euren Ein⸗ fluß bei Miß Vernon anwenden, daß ſie zuruͤckkehrt; ihre Gegenwart kann Euch nichts nuͤtzen, und muß Ihr ſelbſt ſchaden.

Ich verſichere Euch, war meine Antwort;davon kann niemand mehr uͤberzengt ſeyn, als ich; ich habe ſte dringend gebeten, zuruͤckzukehren, ſo dringend, als ſie es mir immer geſtatten wollte.

Ich habe daruͤber nachgedacht, ſagte Miß Vernon nach einer Pauſe,und ich werde nicht gehen, bis ich Euch frei weiß aus den Haͤnden der Philiſter. Vetter Raſhleigh, das darf ich Euch verſichern, meint es gut; aber er und ich kennen elnander. Raſhleigh, ich werde

nicht gehen; ich weiß, ſetzte ſie in einem mildern