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„In fuͤnf Minuten bin ich dort,“ ſagte ich, und ſetzte mein Pferd in Bewegung.
„Ich gehe mit Euch, und zeige Euch den Weg,“ ſagte Diana, und fieng gleichfalls an zu traben.
„Thut es nicht, Miß Vernon; in der That,— ver⸗ zeiht mir meine Freimuͤthigkeit,— es iſt gegen die Schick⸗ lichkeit, gegen alles Zartgefuͤhl, mich bei dieſer Gelegenheit zu begleiten.“
„Ich verſtehe Euch,“ antwortete Miß Vernon, und eine leichte Roͤthe flog uͤber ihre ſtolze Stirne;—„das iſt offen geſprochen, und— ſetzte ſie nach einer Pauſe hin⸗ zu,— wie ich glaube, gut gemeint.“
„In der That, Miß Vernon; koͤnnt Ihr glauben, ich fuͤhlte die Theilnahme nicht, die Ihr mir zeigt, oder ich ſey undankbar dagegen?“ ſagte ich, vielleicht mit mehr An⸗ theil, als ich auszudruͤcken wuͤnſchte.„Die Eure ſtammt aus wahrem Wohlwollen, und zeigt ſich am beſten in der Stunde der Noth. Aber ich darf um Eurer ſelbſt,— um der Mißdeutung willen,— nicht zugeben, daß Ihr den Eingebungen Eures Edelmuths folgt; dließ iſt ſo eine oͤf⸗ fentliche Gelegenheit,— es iſt ja beinahe, als wagtet Ihr Euch in einen offenen Gerichtshof.“
„Und wenn es nicht blos beinahe, wenn es ganz ſo waͤre, glaubt Ihr, ich wuͤrde nicht hingehen, wenn ich es fur Recht hielte, und einen Freund zu beſchuͤtzen wuͤnſchte? Ihr muͤßt jemand bei Euch haben,— Ihr ſeyd ein Fremd⸗ ling, und hier an der Graͤnze des Koͤnigreichs erlauben ſich die Friedensrichter auf dem Lande ſeltſame Dinge. Mein Oheim will ſich nicht in Eure Sache miſchen; Naſhleigh iſt nicht da, und man koͤnnte auch nicht wiſſen, auf welche


