Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Seite er traͤte; die uͤbrigen ſind dumm und roh, immer einer aͤrger, als der andere. Ich gehe mit Euch, und kenne keine Furcht, da ich im Stande bin, Euch zu dienen. Ich bin kein ſo zaͤrtliches Geſchoͤpf, um von Geſetzhuͤchern, harten Worten, oder großen Peruͤcken auf den Tod er⸗ ſchreckt zu werden.

Aber, mein theures Fraͤulein,

Aber, mein theurer Herr Franz, ſeyd nur ruhig und geduldig, und laßt mich meinen Weg gehen; denn wenn ich einmal den Zuͤgel zwiſchen den Zaͤhnen habe, ſo iſt kein Zaum im Stande, mich zu halten.

Geſchmeichelt von dem Antheil, den ein ſo liebens⸗ wuͤrdiges Weſen an meinem Schickſal zu nehmen ſchien, doch verdruͤßlich uͤber die laͤcherliche Figur, die ich ſpielen ſollte, indem ein achtzehnjaͤhriges Maͤdchen als Advokat an meiner Seite erſchien, und ernſtlich beſorgt, daß man ihre Beweggruͤnde mißdeuten mochte, bemühte ich mich, ſie von ihrem Entſchluſſe abzubringen, mich zu Squire Ing⸗ lewood zu begleiten. Das eigenwillige Maͤdchen ſagte mir aber rund heraus, alle meine Vorſtellungen ſeyen verge⸗ bens; ſie ſey eine aͤchte Vernon, und kelne Ruͤckſicht, ſelbſt die nicht, daß ihre Huͤlfe von geringem Nutzen ſeyn werde, wuͤrde ſie je dahin bringen, einen Freund in der Noth zu verlaſſen; alles, was ich ihr daruͤber ſagen koͤnne, moͤge recht gut ſeyn fuͤr ein niedliches, wohlgezogenes, feingebil⸗ detes Maͤdchen aus einer ſtaͤdtiſchen Erziebungsanſtalt, fuͤr ſte aber paſſe es nicht, da ſie gewohnt ſey, nur ihrer ei⸗ genen Meinung zu fogen.

Wahrend ſie ſo redete, naͤherten wir uns eilig der Wohnung Inglewoods, und gleichſam, um mich von ferne⸗ ren Einreden abzubringen, entwarf ſie ein drolliges Ge⸗