Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Weder meine Politik, noch meine Moral, Miß Ver⸗ non, ſind von ſo geſchmeidiger Art.

In der That, ich fange an, zu glauben, Ihr ſeyd ein recht ernſtlicher Presbyteriauer und Hannoverianer. Doch was habt Ihr jetzt im Sinne?

Dieſe abſcheuliche Verlaͤumdung ſogleich zu wider⸗ legen. Vor wem hat man dieſe ungewoͤhnliche Beſchuldi⸗ gung angebracht?

Vor dem alten Sqauire Inglewood, der ſie ſehr un⸗ gerne annahm. Wie ich vermuthe, hat er meinen Oheim wiſſen laſſen, er ſolle Euch nach Schottland hinuͤberſchmug⸗ geln, wo der Verhaftsbefehl Euch nimmer erreichen kann. Aber mein Oheim weiß, daß ſeine Religion und ſeine al⸗ ten Neigungen ihn der Regierung verdaͤchtig machen, und doß er, wenn man entdeckte, daß er ſeine Haͤnde dabei im Spiele gehabt habe, entwaffnet, und, was wohl das Schlimmſle waͤre, unberitten gemacht werden wuͤrde, als ein Jakobit, Papiſt und verdaͤchtige Perſon.

Ich begreife wohl, daß er lieber ſeinen Neffen auf⸗ geben, als ſeine Jagdpferde verlieren will.

Seine Neffen Nichten, Soͤhne, Toͤchter, wenn er ſie haͤtte ſein ganzes Geſchlecht, ſagte Diana, deßhalb traut

ihm nicht, keinen Augenblick, ſondern macht Euch auf den

Weg ſo ſchnell, wie moͤglich, ehe man den Verhaftsbeſehl ins Werk ſetzen kann.

Auf den Weg mache ich mich, aber zu dem Sauire Inglewood; wo wohnt dieſer?

Ungefaͤhr fuͤnf Meilen von hier, in der Niederung hinter jenem Gehoͤlz Ihr ſeht dort den Glocken⸗ thurm.

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