Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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98 den ich nicht zu unterdruͤcken bemuͤht war,glaubt Ihr, daß ich eine ſolche Beſchuldigung verdienen koͤnnte?

Ihr wuͤrdet mich herausfordern, glaube ich, wenn ich das Gluͤck haͤtte, ein Mann zu ſeyn. Ihr koͤnnt es thun, wann es Euch beliebt; ich kann ſo gut im Fliehen ſchießen, als uͤber einen Schlagbaum ſetzen.

Und Oberſt eines Reiterregiments ſeyd Ihr dazu, erwiederte ich, da es einmal nichts half, auf ſie böſe zu ſeyn.Aber erklaͤrt mir doch endlich den Scherz!

Hier iſt von keinem Scherz die Rede, ſagte Diana; Ihr ſeyd angeklagt, dieſen Mann beraubt zu haben, und mein Oheim glaubt es, ſo gut, als ich es glaubte.

Nun, bei meiner Ehre, ich bin meinen Freunden fuͤr ihre gute Meinung ſehr verbunden.

Nun ſo ſchnaubt und ſtarrt nicht ſo, wie ein ſcheues Pferd. Hier iſt von keinem ſolchen Verbrechen die Rede, wie Ihr meint. Ihr ſeyd keines gewoͤhnlichen gemeinen Raubs beſchuldigt, keineswegs. Dieſer Mann hatte Geld von der Regierung bei ſich, ſowohl baar, als in Wech⸗ ſeln, um die Truppen im Norden zu bezahlen; auch ſoll man ihm einige Depeſchen von großer Wichtigkeit abge⸗

nommen haben. Alſo des Hochverraths, nicht eines gemeinen Naubes

werde ich beſchuldigt? Allerdings, und dieß hat, wie Ihr wißt, zu allen Zelten fuͤr das Verbrechen feiner Herrn gegolten. Ihr findet genug Leute in dieſem Lande, auch jemand nicht weit von Eurem Elbogen, die es fuͤr ein Verdienſt halten, der hannoͤverſchen Regierung auf jede Weiſe Schaden zu⸗

zufuͤgen.