Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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57 eiſen) näher an Herrn Campbell heranrückte,„in der That zwei Räuber allein geſchlagen?“⸗

„Allerdings, Herr,“ erwiederte Campbell;„und ich denke, es iſt keine ſo große Sache, um ein Lied daraus zu machen.“

„Meiner Treu,“ fuhr mein Begleiter fort;„ich waͤre ſehr erfreut, wenn ich das Vergnügen haben koͤnnte, in Eu⸗ rer Geſellſchaft meine Reiſe zu machen. Ich gehe nordwärts.“

Dieſe freiwillige Eröffnung über das Ziel ſeiner Reiſe, die erſte, welche ich meinen Gefährten an jemand machen hörte, erregte dennoch bei den Schotten kein gleiches Ver⸗ trauen. 3

„Wir koͤnnen ſchwerlich zuſammenreiſen,“ erwiederte er trocken.„Ihr ſeid ohne Zweifel gut beritten, und ich reiſe für jezt wenigſtens zu Fuße, oder auf einem hochlaͤndiſchen Klepper, der mich nicht viel ſchneller vorwärts bringt.“

Mit dieſen Worten verlangte er die Rechnung für den Wein, und als er den Preis für die von ihm geforderte Flaſche hingeworfen hatte, ſtand er auf, als wolle er ſich von uns verabſchieden. Mein Reiſegefaͤhrte machte ſich auf zu ihm, faßte ihn am Rockknopfe und zog ihn ſeitwaͤrts in ein Fenſter. Ich hörte, daß er um etwas dringend bat, ver⸗ muthlich um ſeine Geſellſchaft auf der Reiſe, was Herr Camp⸗ bell abzulehnen ſchien.

„Ich will Eure Koſten tragen,“ ſagte der Reiſende in einem Tone, als muͤßte dieſer Grund alle Einwürfe nieder⸗ ſchlagen.

„Es iſt ganz unmöglich.“ ſagte Campbell etwas veräͤcht⸗ lich;„ich habe Geſchaͤfte zu Nothburg.“

„Ich aber habe keine Eile; ich kann vom Wege ablen⸗