Teil eines Werkes 
100. Band, Robin der Rothe : 1. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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bel zufolge, auf eine weit ehrenwerthere Weiſe errungen, um uns kuͤr das angethane unrecht zu raͤchen! Fuͤhrte nicht Sir Heury Osbaldiſtone, der fuͤnfte Baron dieſes Namens, die ſchoͤne Maid von Cafrnington hinweg, wie Achilles im Alterthum ſelne Chryſeis und Briſeis, und hielt ſie in ſeiner Feſte gegen die ganze Macht ihrer Freunde, die von den mäͤchtigſten ſchottiſchen Helden unterſtuͤzt waren, ge⸗ fangen? Und hatten nicht unſere Schwerter auf den mei⸗ ſten Schlachtfeldern vorangeblizt, auf denen England ſiegte uber ſeinen Nebenbuhler? In den nordiſchen Kriegen wurde all unſer Familienruhm erworben, und all unſer Familten⸗ ungluͤck wurde burch ſie veranlaßt.

Durch ſolche Erzaͤhlungen erhizt, betrachtete ich waͤh⸗ rend meiner Jugend die Schotten als ein den ſuͤdlichern Einwohnern dieſes Koͤnigreichs von Natur feindliches Ge⸗ ſchlecht, und dieſe Anſicht wurde durch die Art, wie ſich mein Vater manchmal uͤber ſie aͤußerte, nicht ſehr gebeſ⸗ ſert. Er hatte ſich in einige betraͤchtliche Spekulationen mit Eichenholz, das hochlaͤndiſchen Landbeſtzern gehoͤrte,

eingelaſſen, und wollte ſie zwar ſehr bereitwillig gefunden

haben, Handelsunternehmungen abzuſchließen, und Kanf⸗ geld herauszuſchlagen, aber nicht ſehr puͤnktlich in Erfuͤb⸗ lung der von ihrer Seite eingegangenen Verpflichtungen. Die ſchottiſchen Kaufleute, die er als Mittelsperſonen da⸗

dei gebrauchen mußte, wurden gleichfalls von meinem Va⸗

ter verdaͤchtigt, durch manche Mittel mehr davon in Si⸗ cherheit gebracht zu haben, als ihr Antheil am Gewinn

betrug. Kurz Mabel klagte aber die ſchottiſchen Waffen der Vorzeit, Herr Osbaldiſtone zog nicht weniger gegen die Kunſtgriffe der Zeitgenoſſen los, und auf dieſe Weiſe praͤgten ſie ohne eigentlichen Vorſaz dazu meinem jugend⸗