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mit dem verſuchenden Geiſte des Schreibers in unſerem Kirchſprengel kaͤmpfen, ſo aut ich kann, und mich bemuͤhen, dir nichts zu erzaͤhlen, was dir ſchon wohl bekannt iſt. Einiges muß ich jedoch deinem Gedaͤchtniß zuruͤckrufen, denn wenn du es auch fruͤher recht gut wußteſt, ſo kannſt du es doch in der Laͤnge der Zeit veraeſſen haben, und doch bildet es die Grundlage meines Schickfals.
Du mußt dich meines Paters, den du von Kindheit an kannteſt, recht gut erinnern, denn der Deinige war ein Geſellſchafter des Handelshauſes. Doch kaum wirſt du ihn in ſeinen beſten Tagen geſehen haben, ehe Alter und Krankheit ſeinen gluͤhenden Unternehmungs⸗ und Speculationsgeiſt niederdruͤckte. Er waͤre wohl aͤrmer, vielleicht aber eben ſo gluͤcklich geweſen, haͤtte er ſeine Thaͤtigkeit, ſeinen ſcharfen Beobachtungsgeiſt, der nur in⸗ kaufmaͤnniſchen Unternehmungen Beſchaͤftigung fand, den Wiſſenſchaften widmen wollen. Doch in der Ebbe und Fluth kaufmänniſcher Speculatlen liegt, ſelbſt abgeſehen von der Hoffnung auf Gewinn, noch etwas anlockendes. Wer auf dieſem unſichern Elemente ſich einſchifft, bedarf nicht nur die Geſchicklichkeit des Steuermanns und die Standhaftigkeit des Seefahrers; wenn das Glück ihm nicht guͤnſtig iſt, kann er dennoch ſcheitern und verloren ſeyn. Dieſe Miſchung von nothwendiger Aufmerkſamkeit und unvermeiblicher Gefahr,— die oftmalige und ſchreck⸗ liche Ungewißheit, ob die Klugheit uͤber das Gluͤck ſiegen, oder das Gluͤck die Plane der Alugheit vereiteln werde, giebt den Kraͤſten, wie den Gefuͤhlen der Seele volle Be⸗ ſchaͤftigung, und der Haudel hat alles lockende des Spiels ohne deſſen ſittlichen Unwerth.
Im Anfang des achtzehnten Jahrhundsrts, als ich


