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Blaͤttern einen ſo gewichtigen Namen geben darf,— einem theuern und innigen Freunde widme, verſchafft mir unter manchen andern auch den Vorthell, daß ich manche, in die⸗ ſem Falle unnoͤthige Einzelnheiten weglaſſen kann, die ich einem Fremden erzaͤhlen muͤßte, ehe ich zu intereſſantern Gegenſtaͤnden kaͤme. Soll ich alle meine Langeweile uͤber dich ausgießen, weil ich dich in meiner Gewalt, und Din⸗ te, Feder und Zeit vor mir habe? Doch will ich nicht zum Voraus verſprechen, daß ich nicht die ſo verfuͤhreriſch ge⸗ borene Gelegenheit mißbrauchen, und von mir und meinen Angelegenheiten reden werde, obgleich die Umſtaͤnde dir ſo gut als mir ſelbſt bekannt ſind. Die verfuͤhreriſche Nei⸗ gung, Einzelnheiten zu erzaͤhlen, wenn wir ſelbſt die Hel⸗ den der Begebenheiten ſind, vergißt oft die gebuhrende Ruͤckſicht auf die Zeit und die Geduld der Zuhoͤrer, und die rechtſchaffenſten und weiſeſten Maͤnner haben die ſer Lockung nicht widerſtanden. Ich brauche dich nur an das Beiſpiel zu erinnern, das uns die Form der feltenen Originalaus⸗ gabe von Sully's Denkwuͤrbigkeiten gibt, die du mit der verliebten Eitelkeit eines Buͤcherſammlers beharrlich derje⸗ nigen vorziehſt, welche in die bequeme und gewoͤhuliche Form von Deskwuͤrdigkeiten gebracht iſt; jeue halte ich nur darum fuͤr merkwuͤrdig, weil ſie zeigt, wie ſehr ein ſo großer Mann, als der Verfaſſer iſt, der Schwachheit un⸗ terllegen konnte, auf ſich ſelbſt ſo vlel Wichtigkeit zu le⸗ gen. Wenn ich mich recht erinnere, ſo hatte der ehrwuͤr⸗
dige Pair des Reichs, der große Staatomann, nicht weni⸗
ger als vier Edelleute aus ſeinem Gefolge dazu beſtimmt,
um die Ereigniſſe ſeines Lebens aufzuzelchnen unter dem
Titel: Denkwürdigkeiten der weiſen und keniglichen in⸗
nern, politiſchen und militariſchen Stagtsangelegenhelten 1.


