Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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treiben, das habe ich dieſen Menſchen vergolten, und ich hoffe, daß ich auch das noch vergelten werde, was Ihr jetzt ſagt.

Ich weiß, ſagte der Herzog in aufſteigendem Un⸗ willen,daß Ihr ein kuͤhner, unverſchaͤmter Bube ſeyd,

der ſeinen Eid halten wird, wenn er Unheil zu ſtiften

ſchwoͤrt, aber es ſoll meine Sorge ſeyn, dieß zu verhin⸗

dern. Ihr habt keine Feinde, als Eure boͤſen Thaten.

Hieße ich Grahame ſtatt Campbell, ſo wuͤrde ich wohl weniger davon gehoͤrt haben,antwortete Robin mit

ſtoͤrriſcher Entſchloſſenheit.

Ihr werdet wohl thun,ſagte der Herzog,Euer

Weib, Cure Kinder und Anhaͤnger zu warnen, daß ſie ſich

wohl vorſehen moͤgen, wie ſie die Leute behandeln, die jetzt in ihrer Gewalt ſind, denn ich will zehnfach an ihnen,

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ihren Verwandten und Verbuͤndeten das geringſte Unrecht vergelten, das ſie des Koͤnigs treuen Unterthanen zufuͤgen. Mylord, antwortete Robin,keiner meiner Feinde

wird ſagen koͤnnen, daß ich ein blutduͤrſtiger Mann ſey,

und waͤre ich bei meinen Leuten, ich koͤnnte vier oder

fuͤnfhundert wilde Hochlaͤnder ſo leicht lenken, als Ihr

dieſe acht oder zehn Lacquaien hier. Nehmt Ihr aber ei⸗ nem Hauſe das Haupt, ſo giebt es ſicherlich Unordnung. Mag indeß daraus werden, was da will, es iſt ein ehrli⸗

cher Mann dabei, ein Verwandter von mir, dem darf kein Leid geſchehen. Iſt niemand hier, der fuͤr Mac Gre⸗ gor eine gute That thun will, er kann ſie wohl noch belohnen, wenn auch jetzt ſeine Haͤnde gebunde ind.