121 ich Ench beſſer meine ſchuldige Ehrfurcht haͤtte bezeugen können,— laber es wird ſchon wieder gute Zeit kom⸗ men.“
„Keine Zeit, wie die jezige, Herr Campbell,“ antwor⸗ tete der Herzog;„denn die Stunden entfliehen ſchnell, wo Ihr Eure Rechnung uͤber alle zeitlichen Dinge abzuſchlie⸗ ßen habt. Ich ſage dieß nicht, um Euch zu beleidigen, aber Ihr muͤßt ſelbſt einſehen, daß das Ende Eurer Lauf⸗ bahn nahe iſt. Ich laͤugne nicht, daß Ihr manchmal weni⸗ ger Ungluͤck angerichtet habt, als andere Eures ungluͤcklichen Gewerbs, und daß Ihr oft Beweiſe von Talent und ſelbſt von einer Denkart gegeben habt, die etwas beſſeres verſprachen. Aber Ihr wißt, wie lange Ihr der Schrecken und die Gei⸗ ſel einer friedlichen Nachbarſchaft geweſen ſeyd, und durch welche Gewaltthaͤtigkeiten Ihr Eure angemaßte Gewalt be⸗ hauptet und ausgedehnt habt. Kurz, Ihr wißt, daß Ihr den Tod verdient, und Euch dazu bereiten mußt.
„Mylord,“ ſagte Robin,„obwohl ich mein Ungluͤck gar wohl Euch vor die Thuͤre legen koͤnnte, ſo will ich doch nicht ſagen, daß Ihr mit Wiſſen und Willen der Uͤrheber davon geweſen ſeyd. Ich dachte nicht, daß Ihr an dem heutigen Tage uͤber mich zu Gerichte ſitzen wuͤrdet, denn Ihr ſeyd dreimal nur auf Schußweite von mir entfernt geweſen, als Ihr nur ans Wild dachtet, und man weiß, daß ich mein Ziel nicht leicht verfehle. Man hat mich bel Euch angeſchwaͤrzt, und Euch aufgehezt gegen einen Mann, der einſt ſo friedlich war, als irgend einer im Lande, und
man hat Euern Namen gebraucht, mich aufs Aeußerſte zu


