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Der Hochlaͤnder, der dem Herzog den Brief uͤberliefert hatte, trat vor:„ich will Euern Willen thun, Mar Gre⸗ gor, und fuͤr Euch gehen ins Thal.“
Er empfieng von dem Gefangenen eine Botſchaft an ſeine Frau, die ich nicht verſtand, da er gaͤliſch ſprach, vermuthlich aber war von einigen Maaßregeln zu Jarvies Sicherheit die Rede.
„Hoͤrt Ihr des Burſchen Unverſchaͤmtheit?“ ſagte der Herzog;„er verlaͤßt ſich auf ſein Amt als Botſchafter. Sein Benehmen iſt von einem Stuͤck mit dem ſeiner Her⸗ ren, die uns einluden, gemeinſchaftliche Sache mit ihnen gegen die Freibeuter zu machen, und uns verließen, ſo bald ſie ſich uͤber die Laͤndereien vertragen hatten, um die ſie ſich zankten. Es bleibt doch wahr: bei Plaids und Tar⸗ tans iſ keine Treue noch Glauben zu finden.“
„Euer großer Ahnherr ſagte nie ſo, Mylord,“ ant⸗ wortete Major Galbraith; und mit Erlaubuiß ſey es ge⸗ ſagt, auch Ihr wuͤrdet nicht Urſache haben, ſo zu ſprechen, wenn Ihr nur an der Quelle mit der Gerechtigkeit be⸗ ginnen wolltet.— Gebt dem ehrlichen Mann ſein Pferd wieder.— Laßt doch jeden Kopf ſeine eigene Muͤtze tragen, und es wird ſchon ein Ende nehmen mit dem Gezaͤnke im
2.8 474 Tunn.
„Still! ſtill! Garſchattachin,“ ſagte der Herzog;„das iſt eine gefaͤhrliche Sprache, die duͤrft Ihr zu niemand reden, und beſonders nicht mit mir; oder haltet Ihr Euch fuͤr bevorrechtet dazu? Fuͤhrt Eure Schaar gegen Gartar⸗
an; ich ſelbſt will den Gefangenen gegen Duchraz geleiten


