1118 Hochlaͤnder; ich kenne ſie ſchon, es taugt nicht, den Man⸗ tel uͤber den Plaid zu ziehen.“
„Ich kann das nicht glauben,“ ſagte der Herzog,„dieſe Herren ſind als Maͤnner von Ehre bekannt, und ich muß alſo annehmen, ſie treffen zur beſtimmten Stunde ein. Sendet noch zwei Reiter aus, um nach ihnen zu ſehen. Wir koͤnnen vor ihrer Ankunft den Engvaß nicht angrei⸗ fen, wo ſich Hauptmann Thornton uͤberfallen ließ, und wo ſich, ſo viel ich weiß, zehn Mann zu Fuß gegen das beſte Reiterregiment in Europa vertheidigen koͤnnen.— Laßt in⸗ deſſen Erfriſchungen unter die Leute austheilen.“
Dieſer lezte Befehl kam auch mir zu gut, was mir um ſo nothwendiger und angenehmer war, da ich ſeit unſerer Abendmahlzeit zu Aberſoil nichts genoſſen hatte. Die ab⸗ geſchickten Vedetten kehrten ohne Nachricht von den erwar⸗ teten Hilfstruppen zuruͤck, und der Abend war bereits nicht mehr weit entfernt, als ein Hochlaͤnder, der zu den Clans gevoͤrte, auf deren Mitwirkung man rechnete, mit einem Brlefe erſchien, und ihn dem Herzog mit einer tiefen Ver⸗ beugung uͤberreichte. 3
„Nun wette ich ein Faß Claret,“ ſagte Garſchattachin, „daß dies eine Botſchalt von den verdammten Hochlaͤndern iſt, die wir mit ſo viel Muͤhe und Plage hergeholt haben,
worin ſie uns melden, daß ſie abziehen, und es uns uͤber⸗
laſſen, wie wir fertig werden wollen.“
„Es iſt ſo,“ ſagte der Herzog, glühend vor Unwillen, nachdem er den Brief geleſen hatte, der auf einen ſchmu⸗
zigen Fezen Papier geſchrieben, aber genau mit der gehuͤh⸗
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