Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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117 Furcht und ohne Erbarmen, und wuͤrden an der Spize ſei⸗ ner Geſellen eine ſchlimmere Plage für das Land werden, als er je geweſen ſey.

Pah! pah! erwiederte der Herzog;nur ſeine Klug⸗ heit und Liſt hat ſeine Herrſchaft ſo lange aufrecht erhal⸗ ten, waͤre er nichts mehr, als eln hochlaͤndiſcher Raͤuber geweſen, er waͤre in ſo vielen Wochen unterdruͤckt worden, als er Jahre ſein Weſen getrieben hat. Seine Rotte ohne ihn wird uns nicht lange mehr bedraͤngen, ſie wird nicht laͤnger mehr leben, als eine Wespe ohne ihren Kopf, die vielleicht noch einmal ſticht, aber dann ſogleich vernichtet iſt. 74

Garſchattachin ließ ſich nicht ſo leicht abweiſen.

Sicherlich, Herr Herzog, erwiederte er,hege ich keine Freundſchaft fuͤr Robin, und er eben ſo wenig gegen mich, er hat zweimal meine Staͤlle ausgeleert, und meinen Paͤchtern manchen Schaden zugefuͤgt, aber

Aber, Garſchattachin, ſagte der Herzog mit einem bedeutſamen Laͤcheln;ich glaube, Ihr meint, eine ſolche Freiheit koͤnne man ſchon dem Freunde eines Freundes verzeihen, und Robin ſoll kein Feind von Major Galbraiths Freunden jenſelts des Waſſers ſeyn.

Nun, wenn es ſo waͤre, Mylord, antwortete Gar⸗ ſchattachin in demſelben ſcherzhaften Tone,das iſt nicht das

chlimmſte, das ich von ihm hoͤrte. Aber ich wuͤnſchte wir

hoͤrten etwas von den Clans, auf die wir ſo lang gewartet

Yaben. Ich glaube, ſie werden ihr Wort halten, wie