Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Ich bat unterhaͤnig, die ehrenvolle Botſchaft abléhnen zu duͤrfen bei der augenſcheinlichen Gefahr, der ſie mich ausſetze, worauf der Herzog erwiederte:wenn dieß der Fall iſt, ſo koͤnnt Ihr Euern Bedienten ſenden.

Da ſollte der Teufel mir in die Beine fahren, ſagte Andreas, ohne zu bedenken, vor wem er ſtand, und ohne meine Antwort abzuwarten;da ſollte mir der Teufel in die Fuͤße fahren, wenn ich einen Schritt gienge. Glauben die Herren, ich haͤtte eine andere Kehle in der Taſche, wenn die Hochlaͤnder mir dieſe abgeſchnitten haͤtten? oder daß ich an der einen Seite des Sees untertauchen, und auf der an⸗ dern wieder herauskommen kann, wie eine wilde Ente? Nein, nein, jeder für ſich ſelbſt und Gott für uns alle. Moͤgen ſich die Leute alte Pagen nehmen, und ſich ſelbſt bedienen, bis die Jungen groß genug wären, und ſelbſt ihre Boten ſeyna Der rothe Robin iſt nie in das Kirch⸗ ſpiel von Dreepdailz gekommen, und hat mir und den meini⸗ gen weder Aepfel, noch Birnen geſtohlen.

Als ich den Burſchen mit einiger Mühe zum Schweigen gebracht hatte, ſtellte ich dem Herzog die große Gefahr bor, der Hauptmann Thornton und Herr Jarvie gewiß ausgeſezt ſeyn würden, und bat ihn, mich zum Ueberbringer ſolcher Vorſchläge zu machen, wodurch wenigſtens ihr Leben geſichert würde. Ich verſicherte ihn, ich würde keine Gefahr ſcheuen,⸗ wenn ich nüzlich zu ſeyn hoffen durfte, nach dem aber zu: ſchließen, was ich gehört und geſehen hätte, könnte ich nicht: zweifeln, daß ſie augenblicklich ermordet werden würden, wenn der Anführer der Geächteten den Tod erleiden würde⸗

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