Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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114: Als ich dieſen Herrn mit der ſeinem Range gebuͤhren⸗ den Ehrfurcht begruͤßt hatte, erzaͤhlte ich ihm, daß ich un⸗ freiwillig Zeuge von der Niederlage geweſen, welche die Soldaten am Engpaſſe des Ard⸗Sees von den Hochlaͤndern erlitten, und daß die Sieger ſowohl ihre Gefangene, als das ganze Niederland mit dem Aeußerſten bedrohten, wenn nicht ihr Anfuͤhrer, der dieſen Morgen gefangen ge⸗ nommen worden ſey, ungekraͤnkt entlaſſen werde. Der Her⸗ zog hoͤrte mir mit großer Ruhe zu, und erwiederte dann: es wuͤrde ihm ungemein leid thun, die ungluͤcklichen Herrn, die in Gefangenſchaft gerathen ſeyen, der Grauſamkeit die⸗

Ihr koͤnnt zuruͤckkehren zu denen, die Euch ſandten, und

der mit den Waffen in der Hand gefangen genommen wurde

daß ich mich in den Augen der Welt herabſetzen würde, wenn ich anders handelte, daß ich das Land gegen ihre über muͤthigen Drohungen zu ſchuͤtzen wiſſen wuͤrde, und wenn 1

walt gerathen ſeyen, auch nur ein Haar kruͤmmten, ſo wuͤr de ich eine ſolche Rache dafuͤr nehmen, daß die Steine ihrg Thaͤler hundert Jahre. Wehe daruͤber ſahrelen ſollten!

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ſie benachtichtigen, daß ich ſicherlich bei Tagesanbruch den rothen Robin Campbell, den ſie Mac Gregor nennen, bei Tagesanbruch hinrichten laſſen werde, als einen Geaͤchteten,

und durch unzaͤhlige Gewaltthaten den Tod verdient⸗ hat; 1

ſer rohen Barbaren auszuſetzen, aber es ſey Thorheit, zu glauben, daß er deßhalb den Urheber aller dieſer Unordnun⸗ gen und Miſſethaten auf frefen Fuß ſtellen, und dadurch ſeine Anhaͤnger in ihrer Frechheit noch aufmuntern werde.

V den ungluͤcklichen Herren, die durch einen unfall in ihre Ge

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