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ne mit den blauen Umriſſen der Ochill⸗ Berge den Hinter⸗ grund ſchloß.
Als der junge Mac Gregor einen ſehr ernſten Blick auf dieſe Scene geworfen hatte, deutete er mir an, daß ich zu der Miliz hinabgehen, und an ihren Befehlshaber meine Botſchaft ausrichten ſollte, wobei er mir mit dro⸗ hender Geberde einſchaͤrfte, nicht zu verrathen, wer mein Wegweiſer geweſen waͤre, und wo ich mein Geleite ver⸗ laſſen haͤtte. Mit dieſer Ermahnung gieng ich hinab gegen den militäriſchen Poſten, begleitet von Andreas, der von ſeiner engliſchen Kleidung nur noch Hoſen und Struͤmpfe anhatte, aber ohne Hut war, Riamenſchuhe trug, welche Dougal ihm aus Mitleiden gegeben, und daher nur mit einem alten zerriſſenen Plaid den Mangel der Oberkleider erſetzte, ſo ſah er aus, als ſpielte er die Rolle eines Ra⸗
„ſenden aus dem Hochlande. Wir waren noch nicht weit gegangen, als eine der ausgeſtellten Vedetten an uns her⸗ anritt, und mit vorgehaltenem Karabiner uns ſtille zu ſte⸗ hen befahl. Ich gehorchte, und bat den Soldaten, mich zu dem kommandirenden Offizier zu fuͤhren. Ich wurde
ſogleich zu einem Kreis von Offizieren hinbeſchieden, die auf dem Raſen ſitzend einen Mann von hoͤherem Range umgaben. Dieſer trug einen Panzer von hellglaͤnzendem Stahl, worauf die Zeichen des alten ſchottiſchen Diſtelor⸗ dens hiengen. Mein Freuud Garſchattachin und viele an⸗ dere Herren, theils in Uniform, tbeils in ihrer gewoͤhnli⸗ chen Kleidung, aber alle mit Waffen wohl verſehen, ſchie⸗ nen von dieſem Mann Befehle zu erhalten. Viele Diener in reichen Lioreen, die zu ſeinem Haushalt zu gehoͤren ſchienen, erwarteten gleichfalls Befehle von ihm.
W. Scott's Berke. CIII.


