Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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73 endlich ſo guͤtig, mir zu ſagen, wie viele Leute jezt Euer Herr bei ſich hat.“

Dougal blickte nach allen Seiten, nur nicht auf den Frager, und antwortete endlich:„Das kann man ſo genau nicht ſagen.“

„Seht mich an,“ ſagte der Offizier,„und bedenkt, daß Euer Leben von Eurer Antwort abhaͤngt. Wie viel Spizbuben hatte der geaͤchtete Schelm bei ſich, als Ihr giengt?“ 3

„O, nicht mehr, als ſechs Spizbuben, wie ich wegge⸗ gangen war.“

„Und wo ſind denn die uͤbrigen Banditen?“

„Gegen die Burſche im Weſtland gezogen.“

„Gegen die weſtlichen Claus?“ ſagte der Hauptmann; „das iſt wahrſcheinlich genug; und auf was fuͤr einen Schelmſtreich waret denn Ihr ausgeſchickt?“

„Nur, um zu ſehen, was Enuer Edlen und die Herrn Rothroͤcke hier im Dorfe machen.“

„Der Kerl wird am Ende doch treulos,“ ſagte Jarvie, der ſich indeſſen hinter mich geſtellt hatte;„es iſt ein Gluͤck, daß ich mich ſeinetwegen nicht in Koſten geſezt habe.“ 3

„Und nun, mein Freund,“ ſagte der Hauptmann;„laß ſehen, wie wir uns mit einander verſtehen. Ihr habt Euch ſelbſt als Spion bekannt, und ſolltet am naͤchſten Baume haͤngen. Aber hoͤrt, wollt Ihr mir einen Dienſt leiſten, ſo leiſte ich Euch einen andern. Ihr ſollt mich mit eini⸗ gen Leuten dahin fuͤhren, wo Ihr Euern Herrn gelaſſen habt, ich wuͤnſchte uͤber ernſthafte Geſchaͤfte ein Wort mit ihm zu reden; ich laſſe Euch dann Eurem Geſchaͤft nachge⸗ hen, und ich ſchenke Euch noch fuͤnf Guineen.“