7² bei dem Geraͤuſche auf, machte ſogleich dieſelbe Entdeckung, und rief:„Gott erbarms! Da haben ſie den armen Dou⸗ gal erwiſcht,— Herr Hauptmann, ich ſtelle Buͤrgſchaft, hinlaͤngliche Buͤrgſchaft fuͤr dieſen Dougal.“
Auf dieſes Anerbieten, das ihm ohne Zweifel eine dankbare Erinnerung an die lezten Dienſtleiſtungen des Hochlaͤnders eingab, antwortete der Hauptmann blos:„denkt an Eure eigenen Angelegenheiten, und erinnert Euch, daß Ihr ſelbſt jezt Gefangener ſeid!“
„Ich nehme Euch zum Zeugen, Herr Osbaldiſtone,“ ſagte der Rathmann, dem vermuthlich das buͤrgerliche Rechtsverfahren gelaͤufiger war, als das militaͤriſche,„daß er genuͤgende Buͤrgſchaft anzunehmen ſich geweigert hat. Der Dougal kann eine Klage wegen unrechtmaͤßiger Ver⸗ haftung und auf Schadenerſaz gegen ihn einlegen, nach der ſiebenhundert und erſten Acte, und ich will ihm zu ſeinem Recht verhelfen.“
Der Offizier, der Thornton hieß, nahm keine Ruͤekſicht auf Jarvies Drohungen und Beſchwerden, ſondern ſtellte ein ſcharfes Verhoͤr uͤber Dougals Leben und Wandel au, und brachte ihn nach und nach troz ſeines Widerſtrebens zu dem Geſtaͤndniß, daß er Robin Mac Gregor kenne, daß er ihn in den lezten zwoͤlf,— ſechs Monaten,— in die⸗ ſem Monat,— in dieſer Woche geſehen habe, endlich, er habe ihn erſt vor einer Stunde verlaſſen. Alles dieß kam, wie einzelne Blutstropfen, aus dem Gefangenen, und war, allem Anſcheine nach, nur durch des Hauptmanns Drohung, wenn er nicht ganz bekenne, ihn an den naͤchſten Baum haͤngen zu laſſen, von ihm ausgepreßt.
„Und nun, mein Freund,“ ſagte der Offizier;„ſei


