Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Fuͤnftes Kapit el.

— Mein Feldherr,

Hört mich, und merkt wohl auf, und blickt auf mich,.

Gerade ins Geſicht, ich bin ein Weib,

Seht, ob die Furcht, ein Schatten nur von Furcht,

Ob Bläße drauf ſich zeiat, wenn nicht vor Zorn,

Daß ich von euch die Gnade ſoll empfahn.

Bonduea.

Man erlaubte uns, den Reſt der Nacht zu ſchlafen, ſo gut als es ſich in der elenden Schenke thun ließ. Jarvie, durch die Reiſe und die darauf folgenden Auftritte ermuͤ⸗ det, uber unſere Verhaftung, die fuͤr ihn nur eine vor⸗ uͤbergehende Unbequemlichkeit ſeyn konnte, minder bekuͤm⸗ mert, und vielleicht auch minder ekel, als ich, in Bezug auf die Reinlichkeit ſeines Lagers, warf ſich in eine der obenbeſchriebenen Kripvpen, und ſchnarchte wacker. Ich legte den Kopf auf den Tiſch, und ein unruhiger, oft unterbro⸗ chener Schlaf war meine einzige Erquickung. Waͤhrend der Nacht hatte ich Gelegenheit, zu bemerken, daß die Bewe⸗ gungen der Soldaten Zweifel und Unſchluͤſſigkeit verriethen. Leute wurden ausgeſendet um Kundſchaft einzuziehen, und kehrten offenbar ohne genuͤgende Nachrichten zu ibrem Be⸗ fehlshaber zuruͤck. Unverkennbar war er ungeduldig und beſorgt, und ſandte kleine Streifwachen von zwei bis drei Mann aus, von denen, wie ich aus dem Fluͤſtern der an⸗ dern vernahm, nict alle ins Dorf zuruͤckkehrten.

Der Morgen war angebrochen, als ein Korporal und zwei Mann hereinſtuͤrmten, und in einer Art von Triumph einen Hochläͤnder nachſchleppten, in welchem ich ſogleich den Ex⸗Gefaͤngnißſchließer von Glasgow erkannte. Jarvie blickte