Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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„Was? ein Sohn von Sir Hildebrand Osbaldiſtone in Northumberland?“

„Nein,“ fiel der Rathmann ein,„ein Sohn des groſ⸗ ſen William Osbaldiſtone, von dem Hauſe Osbaldiſtone und Tdresham in London.“

„Ich erſchrecke,“ ſprach der Offizier;„Euer Name al⸗ lein vermehrt den Verdacht gegen Euch, und verſetzt mich in die Nothwendigkeit, Euch alle Papiere abzufordern, die Ihr bei Euch habt.“

Ich bemerkte, daß die Hochlaͤnder ſich aͤngſtlich anſa. hen, als dieß verlangt wurde.„Ich habe keine zu uͤber⸗ liefern,“ ſagte ich.

Der Offizier befahl, mich zu entwaffnen und zu durch⸗ ſuchen. Widerſtand waͤre Unſinn geweſen. Ich gab alſo meine Waffen ab, und ließ nie durchſuchen, was ſo hoͤf⸗ lich, wie moͤglich, geſchah. Sie fanden nichts, als den Zettel, den ich dieſen Abend von der Wirthin erhalten hatte.

„Ich habe etwas anderes erwartet,“ ſagte der Offi⸗ zier;„aber es gibt mir sinreichenben Grund, Euch feſtzu⸗ halten. Hier finde ich eine ſchriftliche Mittheilung von dem geaͤchteten Raͤuber, Robert Mac Gregor Campbell, der ſo lange die Plage dieſer Gegend geweſen iſt. Was ſoll ich davon halten?“

„Kundſchafter Robins!“ ſagte Inveraſchalloch,„denen geſchaͤhe Recht, wenn wir ſie an den näͤchſner Baum haͤng⸗ ten.“ dr

„Wir ſind ausgereist nach einigen Sachen, die durch Zufall in ſeine Haͤnde gefallen ſind,“ ſagte Jarvie;„es iſt, hoffe ich, kein Verbrechen, nach ſeinem Eigenthum zu ſchauen.“