Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
Einzelbild herunterladen

61

Junker Thormcliff, lauft den Maͤdchen nach, wie Junker

John, ſpielt, wie Richard, gewinnt Seelen dem Pabſt und dem Teufel, wie Raſhleigh, laͤrmt, tobt und entheiligt den Sabbath und thut des Pabſts Gebote, wie ſie alle mitein⸗ ander— aber, barmherziger Himmel! ſchont Euer junges Blut, und kommt dem rothen Robin nicht zu nahe!“

Die Bekuͤmmerniß des Menſchen war zu aufrichtig, als daß ich ſie fuͤr Verſtellung haͤtte halten koͤnnen. Ich be⸗ gnuͤgte mich daher, ihm zu ſagen, ich haͤtte im Sinne, die Nacht uͤber in der Schenke zu bleiben, und er ſolle die Pferde wohl beſorgen. Ruͤckſichtlich des Uebrigen gebot ich ihm auf's Strengſte, uͤber den Gegenſtand ſeiner Beſorg⸗ niſſe zu ſchweigen, er koͤnne ſich darauf verlaſſen, daß ich mich ohne gehoͤrige Vorſicht in keine ernſtliche Gefahr be⸗ geben werde. Niedergeſchlagen folgte er mir in's Haus, und murmelte zwiſchen den Zaͤhnen:„Menſchen muͤſſen eher bedient werden, als das Vieh,⸗ und ich habe keinen Biſſen im Munde gehabt den lieben langen Tag, als die zaͤhen Schenfel von dem alten Waſſerhuhn.“

Die Eintracht der Gaͤſte ſchien ſeit meiner Entfernung einige Stoͤrung erlitten zu haben, denn ich fand Herrn Galbraith und meinen Freund Jarvie in lautem Streite.

„„Ich will keine ſolche Sprache hoͤren uͤber den Herzog von Argyle und den Namen Campbell,“ ſagte der Leztevs bei meinem Eintreten.“ Er iſt ein wackerer Edelmann, der's gut mit dem Lande meint, er hat Anſehen im Lan⸗ de, und iſt ein Freund und Beſchuͤzer des Handels von Glasgow.“

„Ich ſage nichts gegen Mac Callumore und ſeinen Stamm,“ ſaate der kleinere Hochlaͤnder lachend.

„Unſer See ſah nie Campbells Galeeren,“ ſagte der