58 zu Alberfoil zuſammentreffen konnte, wie ich vorhatte. Laßt Euch nicht unnöthigerweiſe mit den Leuten ein, die Ihr da finden werdet, es koͤnnte Berdruß daraus entſte⸗ hen. Die Perſon, die Euch dieß uͤbergiebt, iſt treu, Ihr koͤnnt ihr trauen, und ſie wird Euch ſicher an einen Ort fuͤhren, wo ich Ench, ſo Gott will, ſicher treffen kann, denn ich hoffe, mein Vetter und Ihr werdet mich in meinem armen Hauſe beſuchen, wo ich Euch troz meinen Feinden
ein ſo gutes Mahl verſprechen kann, als irgend ein Hoch⸗ lͤnder ſeinen Freunden gibt. Da wollen wir feierlich die Geſundheit einer gewiſſen D. V. trinken, und gewiſſe An⸗
gelegenheiten beſprechen, worin ich Euch wohl werde Bei⸗ ſtand leiſten koͤnnen; uͤbrigens verbleibe ich, wie es unter artigen Leuten Sitte iſt, Euer dienſtwilliger 7 R. M. C.
Ich war uͤber den Inhalt dieſes Briefs ziemlich ver⸗ drießlich, denn er ſchien den Dienſt, den ich von Campbell erwartete, weiter hinauszuſchieben. Indeſſen lag ein Troſt darin, duß ich wußte, er nehme fortwaͤhrend Antheil, denn
ohne ihn hatte ich ja gar kelne Hoffnung, meines Vaters
Papiere wieder zu erhalten. Ich entſchloß mich alſo, ſei⸗ nen Anordnungen zu folgen, mich vor den Gaͤſten moͤglichſt in Acht zu nehmen, und die erſte gute Gelegenheit zu er⸗ ereiſen⸗ die Wirthin zu fragen, auf welche Weiſe ich mit dem geheimnißvollen Mann zuſammentreffen koͤnne. . Mein naͤchſtes Geſchaͤft war es nun, meinen Andreas aufzuſuchen, den ich mehreremal bel Namen rief, ohne Antwort za erhalten; ich durchſuchte den Stall rings um⸗ her nicht ohne Gefahr, denſelben in Brand zu ſtecken, was ohne die Menge von feuchter Streu und Moder ſicherlich geſchehen waͤre. Auf mein wiederholtes Geſchrei:„An⸗
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