Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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dern, denn ſie thaten Beſcheid, ohne ſich ſonderlich um diefellen zu bekuͤmmern. Sie fiengen eine Unterredung in gaͤliſcher Sprache mit Herrn Galbraith an, der ſie voͤllig gelaͤufig ſprach, da er, wie ich ſpaͤter erfuhr, ein naher Nachbar der Hochlande war.

„Ich kannte den kargen Burſchen gleich von Aufang an,“ fluͤſterte mir jezt Jarvie zu,„aber als das Blut er⸗ hizt und die Degen einmal gezogen waren, wer weiß, auf welche Weiſe er ſeine Schulden haͤtte bezahlen wollen? es wird lange dauern, bis er es auf gewoͤhnliche Art thut. Aber er iſt ein ehrlicher Burſche und hat ein gutes Herz. Er kommrt nicht oft nach Glasgow, aber manchen Rehbock und manches Birkhuhn ſchickt er uns aus den Bergen. Auch brauche ich das Geld nicht gerade. Mein Vater, der Zunftmeiſter, hatte viel Achtung fuͤr die Familie Garſchot⸗ tachin.“

Als unſer Abendbrod bereitet war, ſah ich mich nach Andreas um, aber der Vielgetreue war ſeit dem Anfang des Kampfs verſchwunden. Die Wirthin ſagte mir, ſie

glaube, er ſei in den Stall gegangen, und bot mir an, mir dahin zu leuchten.„Keine Bitte, weder der Kinder, noch von ihr haͤtte ihn bewogen, Antwort zu geben, und um dieſe Stunde traue ſfe ſich ſelbſt nicht in den Stall, denn es ſei ein Kobold darin, und ſie koͤnne darum keinen Stallknecht behalten.

Als ſie mir zu dem elenden Schuppen leuchtete, wo unſere armen Pferde zuſammengepfercht waren, und mit einem Heu vorlieb nehmen mußten, das ſo grob war, wie We⸗ berſpulen, zeigte es ſich, daß ſie mich aus einem andern Grunde von der Geſellſchaft abgerufen hatte.„Leſet das,“ ſagte ſie, und ſchob mir an der Stallthuͤre ein Blatt Papier in

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