Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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55 Korn,“ erwiederte Jarvie,—„ich glaubte, Ihr wolltet ſagen, ich kaͤme, um nach den Zinſen zu ſehen, die verfal⸗ len ſind.“

„Zum Henker mit dem Zins!“ ſagte der Laird, dem Anſchein nach aͤußerſt luſtig.„Aber zum Teufel, was ſprechen wir von Geſchaͤften, da Ihr ſo nah an meiner Heimath ſeyd.— Wie kann doch ein Reitrock einen Mann verſtellen?— daß ich meinen alten Freund, den Zunft⸗ meiſter, nicht erkannte!“ 3

„Den Rathmann, wenn es Euch beliebt,“ erwiederte mein Begleiter;„aber ich ſehe wohl, woher das Mißver⸗ ſtaͤndniß kommt,— der Schuldſchein iſt von meinem ſeli⸗ gen Vater, und der war Zunftmeiſter, aber ſein Name war Nicol, wie der meinige. Und ſo viel ich mich ent⸗ ſinne, iſt zu meiner Zeit noch keine Zahlung von Kapital und Zinſen gemacht worden, und daher kommt das Miß⸗ verſtaͤndniß.“

„Zum Teufel mit dem Mißverſtaͤndniß und allem, was ſchuld daran iſt!“ erwiederte Herr Galbralth.„Aber es freut mich, daß Ihr Rathmann ſeyd. Ihr Herrn, fuͤllt ein Glas, das iſt mein alter Freund,— Rathmann Nicol Jarvies Geſundheit!— Ich kenne ihn und ſeinen Vater ſeit zwanzig Jahren.— Ausgetrunken?— fuͤllt ein zwei⸗ tes. Auf den kuͤnftigen Stadtrichter!— ich ſage Stadt⸗ richter,— Lord Jarvie! und wer ſagt, daß in den Stra⸗ ßen von Glasgow ein Mann geht, der beſſer dazu taugt, der hat es mit mir zu thun, mit Duncan Galbraith von Garſchottachin.„Und damit ſetzte er trotzig ſeinen Hut auf die eine Seite des Kopfs.“

Der Branntwein war vermuthlich die beſte Empfeh⸗ lung dieſer hoͤflichen Trinkſpruͤche bei den beiden Hochlän⸗