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„Wir ſind Leute aus Glasgow, Euer Edlen,“ ſagte Jarvie mit angenommener Demuth;„und reiſen nach Stirling, um etwas Geld einzufordern, das man uns ſchuldig iſt.“
Ich war albern genug, uͤber dieſe Anſpruchsloſigkeit etwas ungehalten zu ſeyn, erinnerte mich aber meines Verſprechens zu ſchweigen, und Jarvie es zu uͤberlaſſen, die Sachen auf ſeine Art zu leiten. Und in der That, wenn ich daran dachte, daß ich den wackern Mann nicht nur zu einer weiten Reiſe von Hauſe bewogen hatte, die ſchon an ſich nicht ohne Beſchwerde war,(nach dem ſicht⸗ lichen Schmerzgefuͤhl zu ſchließen, mit dem er ſich nieder⸗ fetzte oder aufſtand), ſondern ihn noch dazu in augenſchein⸗ liche Lebensgefahr gebracht, ſo konnte ich ihm eine ſolche Gefaͤlligkeit unmoͤglich verſagen. Der Sprecher der andern Geſellſvaft zog ſchnaubend den Athem ein, und ſagte et⸗ was höhniſch:„Ihr Glasgower Kaufmanns⸗Volk habt nichts zu thun, als Weſtſchottland von einem Ende zum andern zu durchziehen, und ehrliche Leute zu plagen, denen es einmal ein wenig fehlt, wie mir.“
„Wenn unſere Schuldner ſo ehrliche Leute waͤren, als Ihr, Garſchottachien,“ erwiederte Jarvle;„meiner Treu! wir koͤnnten uns eine Muͤhe erſparen, denn die kaͤmen ſelbſt zu uns.“
„Ei! was! wie!“ rief der Angeredete aus;„ſo wahr ich von Brod lebe(Rindfleiſch und Branntwein nicht zu vergeſſen), das iſt mein alter Freund Nicol Jarvie, der beſte Mann, der jemals einem bedraͤngten Ehrenmann Geld auf Handſchrift geliehen hat. Kommt Ihr nicht zu mir? kommt Ihr nicht nach Garſchottachin?“
„Meiner Treu, nein! ich habe etwas anderes auf dem
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