Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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verſtand, dieſer Dougal. Ich muß ſehen und denken, wie ich ihm wieder etwas gutes erzeige.“

Mit dieſen Worten ſetzte er ſich nieder, und als er ſich erholt hatte, rief er der Wirthin:„ich denke, Muͤt⸗ terchen, da ich, ſo viel ich ſehe, kein Loch im Leibe habe, was in Eurem Hauſe wohl zu fuͤrchten iſt, ſo waͤre es das Beſte, etwas hin inzufuͤllen.“

Die Wirthin, die, ſeit der Sturm ausgetobt hatte, lauter Gefaͤlligkeit war, ſchickte ſich ſogleich an, uns mit einem Mahle zu erquicken. Nichts ſetzte mich auch bei der ganzen Sache mehr in Erſtaunen, als die Kaltbluͤtig⸗ keit, womit ſie und die uͤbrigen Hausleute dem kriegeri⸗ ſchen Laͤrm zugeſehen hatten. Die gute Frau hatte nur einem Knechte zugerufen:„die Thuͤre zu! moͤgen ſie todt⸗ ſchlagen, oder todtgeſchlagen werden, hinaus kommt nie⸗ mand, wer nicht die Zeche bezahlt hat!„Die Schlaͤfer in den Krippen an der Wand hoben bei dem Gefechte nur ihre nackten Leiber ein wenig empor, und riefen je nach Alter und Geſchlecht:„oh! oh!“; ich glaube, ſte waren wieder eingeſchlafen, ehe wir unſere Degen eingeſteckt hatten.

Unſere Wirthin machte ſich nun viel zu ſchaffen, bi⸗ ſie unſere Mahlzeit fertig hatte, und bereftete uns zu meinem Erſtaunen ein ſo wohlſchmeckendes Wildpretge⸗ richt, daß ein Schlemmer, geſchweige hungrige Reiſende, ſich deſſen haͤtte erfreuen koͤnnen. Inzwiſchen ſetzte ſie uns Branntwein vor, dem ſich auch die Hochlaͤnder, trotz ihrer Vorliebe fuͤr ihr Nationalgetraͤnk, gar nicht abhold zeigten, und als der erſte Becher herumgegangen war, wollte der Niederſchotte wiſſen, was unſer Gewerbe, und der Zweck unſerer Reiſe ſey.