Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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„Hab' ich's Euch nicht geſagt?“ fieng die Wirthin an; naber ihr wolltet Euch nicht weiſen laſſen,— geht mir aus dem Hauſe, und macht mir keine Stoͤrung bier,— niemand ſoll bei Jeanie Mac Alpine geſtoͤrt werden, wenn ich's hindern kann. Ein paar muͤßige engliſche Burſche zie⸗ hen da in der Nacht im Lande herum, und ſtoͤren ehrliche Leute, die ihr Troͤpfchen am Feuer trinken wollen.“

Ein Kampf ſtand bevor. Aufgebracht uͤber den unpaß⸗ lichen Uebermuth, mit dem man mich behandelte, machte ich mir nichts daraus, und war nur um Jarvie bekuͤmmert, deſſen koͤrperliche und geiſtige Eigenſchaften, wenig zu ei⸗

nem ſolchen Abentheuer taugten. Als ich die andern ſich

erbeben ſah, ſprang ich„eeichfalls auf, und warf den Man⸗ tel uͤber die Schultern zuruͤck, um zur Vertheidigung ge⸗ faßt zu ſeyn.

„Wir ſind drei gegen drei,“ ſagte der kleinere Hoch⸗ laͤnder mit einem Blick auf uns;„wenn Ihr rechte Leute ſeyd, ſo zieht;“ mit dieſen Worten zog er ſein Schwert,

und gieng auf mich los. Ich ſetzte mich in Vertheidigung,

und war bei der Ueberlegenheit meiner Waffe um den Ausgang wenig verlegen. Jarvie benahm ſich mit uner⸗ wartetem Muthe. Als er den rieſigen Hochlaͤnder mit ge⸗ zogener Waffe gegen ſie ommen ſah, zog er einige Au⸗ genblicke an ſeinem Saͤbet, da aber die verroſtete Waffe nicht aus der Scheide gieng, ergriff er ſtatt ihrer das gluͤ⸗ hende Pflugmeſſer, welches man als Schuͤreiſen braucthte, und ſchwang es mit ſolchem Erfolg, daß beim erſter Gang des Schottlaͤnders Plaid Feuer fieng, worauf dieer, um das brennende Gewand zu doͤſchen, ſich in achtungsvoller Entfernung halten mußte. Andreas, der es mit dem die⸗ derſchottiſchen Kaͤmpfer haͤtte aufnehmen ſollen, hatte ſid W. Scott's Werke. CIII. 4