Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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Nacht auf der Haide wuͤrde unſer Blut kuͤhlen,— wir koͤnnten in unſern Kleidern ſo gut ſchlafen, als ein Degen

in der Scheide,— es ſei nicht viel Moraſt im Walde wenn wir nur den Plaz ausſuchen wollten, und wir koͤnn⸗ ten unſere Pferde graſen laſſen bis zum Huͤgel, niemand wuͤrde etwas dagegen ſagen.“

„Aber meine gute Frau,“ fiel ich ein, waͤhrend Jar⸗

vie ſeufzte und unſchluͤſſig blieb,„es iſt ſechs Stunden,

ſeit wir gegeſſen, und wir haben nicht das mindeſte ſeit⸗

dem zu uns genommen. Ich ſterbe im woͤrtlichſten Verſtand vor Hunger, und habe nicht Luſt, ohne Abendeſſen die Nacht auf Euern Bergen da zuzubringen. Ich muß durchaus hinein, entſchuldigt es bei Euern Gaͤſten, ſo gut Ihr koͤnnt, daß noch ein Paar Gaͤſte zu ihnen kommen.— Andreas, ſeht nach den Pferden.

Die alte Hexe blickte mich erſtaunt an, und rief dann aus:„wer ſeinen Kopf haben will, dem muß man ihn laſ⸗ ſen!— Da ſeht doch die Englaͤnder! Der Bauch iſt Euer Gott! er hat nun ſchon einmal den Tag gegeſſen, und wagt lieber Leben und Freiheit, als er ein warmes Abendeſſen aufgibt,— aber ich waſche meine Haͤnde in Unſchuld.— Folgt mir,(zu Andreas) und ich will Euch zeigen, wo Ihr die Pferde unterbringen koͤnnt.“

Ich geſtehe, die Worte der Wirthin, die eine nahe Gefahr anzudeuten ſchienen, machten mich etwas beſtuͤrzt. Doch wollte ich, nachdem ich einmal meinen Entſchluß er⸗ klaͤrt hatte, nicht wieder umkehren, und trat keck ins Haus; als ich mir in dem engen Eingang an einem Haufen Torf auf der einen, und einem Poͤckelfaſſe auf der andern Seite beinahe die Schienbeine zerſtoßen hatte, oͤffnete ich eine wackelnde zerbrechliche Thuͤre, die nicht aus Bretern, ſon⸗

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