Teil eines Werkes 
103. Band, Robin der Rothe : 4. Theil (1828) Rob Roy
Entstehung
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43³ nen zehnjaͤhrigen Igel in einem zerriſſenen Plaid:„wenn ich Dir einen Pfennig gebe, willſt Du ſa⅛ͤchſiſch verſtehen?“

„Ja, ja, das will ich,“ erwiederte der Junge in ſehr gutem Engliſch.

„So geh, Kleiner, und ſage Deiner Mutter, es woll⸗ ten zwei ſaͤchſiſche Herren mit ihr ſprechen.“

Die Wirthin erſchien ſogleich mit einem brennenden Kienſpan in der Hand, den die Hochlaͤnder meiſtens aus den in Torflagern gefundenen Fichten ſchnelden, und als Licht brauchen. Das flackernde Licht der Fackel beleuch⸗ tete die wilden und aͤngſtlichen Zuͤge einer bleichen, hagern Frau von mehr als mittlerer Groͤße, deren ſchmuziger, zer⸗ lumpter Anzug kaum ihre Bloͤße deckte. Ihr ſchwarzes Haar, das in ungekaͤmmten Zoͤpfen unter ihrer Haube vor⸗ drang, ſo wie der ſonderbare und verlegene Blick, mit dem ſie uns betrachtete, gaben mir das Bild einer Hexe, die mitten in ihrem unheimlichen Treiben geſtoͤrt wird. Sie weigerte ſich durchaus, uns aufzunehmen. Vergebens wa⸗ ren unſere Voꝛſtellungen, vergebens fuͤhrten wir die Laͤnge unſerer Reiſe, die Ermuͤdung unſerer Pferde, und die Ge⸗ wißheit an, nicht eher als zu Callander, das noch ſieben ſchottiſche Meilen entfernt ſei, ein Unterkommen zu finden. Die hartnaͤckige Wirthin antwortete auf alle unſere heftigen Klagen nur mit Verachtung—„beſſer weiter gegangen, als ſchlecht gebettet,“ ſagte ſie in niederſchottiſcher Mund⸗ art, und ſie war auch wirklich aus dem Gebiete von Lennor gebuͤrtig.—„In ihrem Hauſe ſeien Leute, die keine Frem⸗ den bei ſich haben wollten,— ſie wuͤßte nicht, wer noch mehr da ſei,— Rothroͤcke koͤnnten's ſeyn von der Beſa⸗ zung,“(ſezte ſie leiſer und mit beſonderem Nachdruck hin⸗ zu).„Die Nacht,“ fuhr ſie fort,„ſei ſchoͤn,— eine