4² derſchottland bildet von ſeiner Quelle bis zu dem Frith, oder Meeresarme, der ihn aufnimmt. Die Ereigniſſe, de⸗ ren Zeuge ich bald darauf war, zeigten mir die Richtigkeit der Bemerkung Jarvies, der in ſeiner ſprichwoͤrtlichen Rede weiſe ſagte:„der Forth zügelt den Hochlaͤnder.“
Nach einem kurzen Ritt jenſeits der Bruͤcke befanden
wir uns an der Thuͤre des Wirthshauſes, wo wir den Abend zubringen ſollten. Die Huͤtte war eher ſchlechter, als beſſer, im Vergleich mit jener, wo wir Mittag gehalten hatten, aber die kleinen Fenſter waren erleuchtet, man hoͤrte Stim⸗ men innen, und alles ſchien uns Nahrung und Obdach zu verſprechen, wogegen wir keineswegs gleichguͤltig waren.
ALçAnndreas bemerkte zuerſt, daß ein geſchaͤlter Weidenſtab
quer uͤber die halb offene Thuͤre angebracht war. Er zoͤ⸗ gerte, und rieth uns, nicht einzutreten,„denn,“ ſagte er, „einige ihrer Haͤuptlinge ſind darin, und wollen ſich nicht ſtoͤren laſſen; das wenigſte, was uns geſchieht, wenn wir unbedachtſam hineingehen, iſt, daß wir tuͤchtig zerſchlagen werden, wenn wir nicht gar ihre kalten Dolche in den Leib bekommen, was eben ſo leicht geſchehen kann.“
Ich ſah Jarvie an, der iym Recht gab⸗ indem er mir zufluͤſterte:„Der Guckuk kann auch einmal im Jahre ſin⸗ gen.“
Der Hufſchlag unſerer Pferde hatte etliche halbnackte Dirnen aus dem Wirthshaus und den umliegenden Huͤtten herbeigelockt. Niemand hieß uns willkommen, niemand
wollte uns die Pferde abnehmen, als wir abgeſtiegen wa⸗
ren, und die einzige troſtloſe Antwort, die wir auf unſere widerholten Fragen herausbrachten, war:„nerſtehe nicht ſaͤchſiſch.“ Jarvie, der aus Erfahrung ſchon ein Mittel kaunte, ſie engliſch ſprechen zu lehren, ſagte zu einem klei⸗
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